Inflation bleibt über zwei Prozent

- Wiesbaden - Teures Benzin und Heizöl halten die Inflationsrate in Deutschland weiter auf hohem Niveau. Im Februar lag die jährliche Teuerungsrate wie im Vormonat bei 2,1 Prozent, berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden und bestätigte eine erste Schätzung. Die Rate verharrt damit weiter über der entscheidenden Zwei-Prozent-Marke, bei der die Europäische Zentralbank Preisstabilität definiert. Gegenüber dem Vormonat Januar legten die Preise um 0,4 Prozent zu, weil Pauschalreisen und Ferienwohnungen teurer wurden. Preistreiber seien seit über einem Jahr Öl, Benzin und Gas.

Ohne Einrechnung von Heizöl und Kraftstoffen hätte die Teuerungsrate laut Statistiker nur bei 1,3 Prozent gelegen. Benzin verteuerte sich im Februar binnen Jahresfrist um mehr als 13 Prozent, Diesel sogar um 15,6 Prozent. Leichtes Heizöl wurde um ein Drittel teurer. Auch für Strom, Gas sowie Zentralheizung und Fernwärme mussten Verbraucher überdurchschnittlich mehr zahlen. Im kurzfristigen Vergleich stiegen im Februar gegenüber Januar die Preise für Heizöl weiter an, während Benzin und Diesel etwas billiger wurden (minus 0,6 Prozent). Gegenüber Januar waren die Preistreiber vor allem teurere Pauschalreisen (plus knapp neun Prozent) und Ferienwohnungen (plus fünf Prozent). Wegen des kalten Wetters und der Nachfrage zum Valentinstag verteuerten sich Schnittblumen um fast sechs Prozent. Erheblich mehr mussten Kunden auch für Gemüse, Kopfsalat und Gurken zahlen.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden im Februar auch gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent teurer. Insbesondere die Preise für Obst und Gemüse kletterten nach oben (Apfelsinen plus acht Prozent, Kiwi plus 12 Prozent, Lauch plus 49 Prozent). Auch die Preise für Fisch zogen an. Günstiger wurden dagegen Eier, Quark und Butter. Wegen der steigenden Kaffeepreise verteuerte sich Bohnenkaffee um fast 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Die Statistiker in Wiesbaden meldeten auch neue Daten zu den Großhandelspreisen im Februar. Danach stiegen die Verkaufspreise um 2,9 Prozent binnen Jahresfrist. Die Teuerungsrate hatte im Januar ebenfalls bei diesem Wert gelegen. Besonders stark stiegen die Preise für Öl, Benzin und Energie (plus 17 Prozent) sowie Tabakwaren (plus 7,7 Prozent).

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