Inflation in Deutschland verharrt auf hohem Niveau

Hamburg - Die Inflation in Deutschland verharrt auf hohem Niveau. Allein von Juni auf Juli sind die Verbraucherpreise um 0,5 bis 0,6 Prozent geklettert. Damit dürfte die jährliche Inflationsrate wie im Juni in der Größenordnung von 3,3 Prozent liegen.

Dies geht aus den am Dienstag bislang vorliegenden Daten aus fünf Bundesländern hervor. Auf Basis von insgesamt sechs Ländern will das Statistische Bundesamt am Dienstag eine erste bundesweite Schätzung vorlegen. Preisstabilität ist nach Definition der Europäischen Zentralbank (EZB) nur bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.

Für den Preisschub von Juni auf Juli sind vor allem saisontypische Preiserhöhungen bei Pauschalreisen und Ferienwohnungen ausschlaggebend. Dass dies die Inflation nicht weiter anheizt, liegt an einem statistischen Basiseffekt: Weil auch im Juli 2007 die Verbraucherpreise im Monatsvergleich um durchschnittlich 0,6 Prozent zugelegt hatten, dürfte sich die jährliche Teuerungsrate im Juli 2008 nicht nennenswert verändern.

In Bayern (3,3 nach 3,4 Prozent im Juni), Brandenburg (3,2 nach 3,4) sowie Hessen (3,7 nach 3,8) ging die jährliche Teuerungsrate leicht zurück, in Sachsen (3,6 nach 3,4) und Nordrhein-Westfalen (3,3 nach 3,0) stieg sie. Entscheidend für das hohe Niveau der Teuerung bleiben Heizöl und Kraftstoffe.

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