Besonders für Energie müssen die Deutschen mehr Scheine in die Hand nehmen.
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Besonders für Energie müssen die Deutschen mehr Scheine in die Hand nehmen.

Besonders in einem Bereich wird‘s teurer

Preis-Schock in Deutschland: Inflation auf höchstem Stand seit 1993

Preis-Schock in Deutschland. Wie das statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, hat die Inflation erstmals seit 1993 wieder die Vier-Prozent-Marke geknackt.

München - Erstmals seit knapp 28 Jahren hat die Inflation in Deutschland wieder die Vier-Prozent-Marke überschritten. Im September stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag anhand einer vorläufigen Berechnung mit. Zuletzt hatte es im Dezember 1993 bei der Teuerungsrate eine Vier vor dem Komma gegeben.

Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro dann weniger kaufen können als zuvor. Auch für Sparer, die Geld beispielsweise auf mickrig verzinsten Tagesgeldkonten parken, sind steigende Inflationsraten bitter. Ihre
Guthaben verlieren unter dem Strich an Wert. Gegenüber dem Vormonat August blieben die Verbraucherpreise im September den vorläufigen Daten zufolge unverändert.

Inflation erstmals seit 1993 über Vier-Prozent-Marke - besonders Energiepreise steigen

Die Teuerung wird seit Monaten von steigenden Energiepreise angeheizt. Im Zuge der Konjunkturerholung nach der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Rohöl deutlich gestiegen, das treibt die Preise nach oben. In Deutschland sind zudem seit Januar 25 Euro je Tonne Kohlendioxid (CO2) fällig, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht. Beides lässt die Energiepreise steigen. Im September mussten die Verbraucher für Haushaltsenergie und Kraftstoffe nach den vorläufigen Daten 14,3 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor.

Auch die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung schlägt inzwischen voll auf die Inflationsentwicklung durch. Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hatte der Bund die Mehrwertsteuer befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Seit Januar 2021 gelten wieder die regulären Mehrwertsteuersätze, Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell wieder teurer.

Inflation in Deutschland gestiegen - sogar Raten von an die fünf Prozent sollen noch 2021 möglich sein

Inflationsraten von an die fünf Prozent in Europas größter Volkswirtschaft gelten in diesem Jahr als möglich. Ökonomen werten
den Anstieg der Teuerung aber als vorübergehendes Phänomen. Sie sehen derzeit nicht die erhöhte Gefahr einer langanhaltenden oder gar außer Kontrolle geratenden Preisspirale. Im kommenden Jahr dürfte sich die Teuerung nach ihrer Einschätzung wieder abschwächen. „Solange die Lohnabschlüsse moderat bleiben, gibt es nicht viel, was dafür spricht, dass wir in eine dauerhafte Inflation laufen“, sagte beispielsweise die Wirtschaftsweise Veronika Grimm jüngst.

Derweil kämpft Großbritannien mit einem ganz anderen Problem: Die Versorgungsengpässe wachsen seit dem Brexit - nun erwägt ein Minister einen drastischen Schritt. (han/dpa)

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