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Inflation steigt im April erneut - Höchster Stand seit 40 Jahren

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Von: Thomas Schmidtutz

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Einkaufskasse im Einzelhandelsgeschäft: Die Teuerungsrate ist auch im April weiter gestiegen.
Einkaufskasse im Einzelhandelsgeschäft: Die Teuerungsrate ist auch im April weiter gestiegen. © Marijan Murat/dpa

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind auch im April weiter gestiegen. Die Ausläufer des Ukraine-Kriegs verschärfen die Lage – und erhöhen den Druck auf die EZB.

Wiesbaden - Die Inflationsrate in Deutschland ist im April erneut gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen um 7,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag anhand vorläufiger Berechnungen mitteilte. Im März war die jährliche Teuerungsrate auf 7,3 Prozent geklettert.

Haupttreiber für die Inflation sind die stark gestiegenen Energiepreise. So verteuerten sich Gas oder Strom binnen Jahresfrist um gut ein Drittel, Benzin legte um knapp 40 Prozent zu. Heizöl kostete mit einem Anstieg von über 92 sogar fast doppelt so viel wie im April 2021. Auch der Urlaub ist deutlich teurer geworden. So waren Pauschalreisen rund 14 Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Von März auf April des laufenden Jahres stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland den vorläufigen Zahlen zufolge um 0,8 Prozent.

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Höhere Inflationsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro dann weniger leisten können. Erst am Mittwoch hatte die Bundesregierung ein milliardenschweres Paket geschnürt, um die Menschen in Deutschland zu entlasten. Es sieht unter anderem eine Energiepauschale von 300 Euro vor. Außerdem will die Ampel den Öffentlichen Nahverkehr mit zeitlich befristeten 9-Euro-Tickets attraktiver machen.

In ihren jüngsten Prognosen geben Volkswirte mit Blick nach vorne keine Entwarnung: Sie rechnen für das Gesamtjahr 2022 mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von mehr als sechs Prozent in Europas größter Volkswirtschaft. Das wäre die höchste Inflation seit der deutschen Wiedervereinigung 1990. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 3,1 Prozent.

Derweil stellt Christian Lindner eine weitere Steuerentlastung zur Abfederung der Inflation in Aussicht. (dpa/utz)

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