Inflationsdruck in Eurozone steigt weiter

Luxemburg - Die Inflation ist in der Eurozone weiter auf dem Vormarsch: Die jährliche Teuerungsrate stieg im April im Vormonatsvergleich um 0,1 Punkte auf 2,8 Prozent.

Das teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg in einer ersten Schätzung mitteilte. Diese kann später noch korrigiert werden. Details zur Eurozone wird Eurostat Mitte Mai mitteilen.

Die Teuerung ist ein ernsthaftes Problem in der Eurozone mit 17 Mitgliedstaaten und droht das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Preisstabilität ist nach den Regeln der Europäischen Zentralbank nur bei Inflationsraten von bis zu oder nahe 2 Prozent gewährleistet. Mit den steigenden Raten wächst der Druck auf die Zentralbank, den wichtigsten Leitzins weiter anzuheben. Dieser liegt derzeit bei 1,25 Prozent.

In Deutschland hatten vor allem steigende Preise für Sprit und Heizöl die Inflation angeheizt.

Arbeitslosigkeit in den Euroländern unverändert hoch

Im März verharrte die Arbeitslosenquote in den Euroländern bei 9,9 Prozent und blieb unverändert gegenüber dem Vormonat, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. In allen 27 EU-Staaten lag der Wert bei 9,5 Prozent - auch dies war unverändert gegenüber Februar.

Innerhalb der EU sieht die Lage am Arbeitsmarkt sehr unterschiedlich aus. Den niedrigsten Wert meldeten die Niederlande mit 4,2 Prozent, Österreich (4,3 Prozent) und Luxemburg (4,5 Prozent). Am höchsten war die Arbeitslosigkeit mit 20,7 Prozent in Spanien. Deutschland lag - wie im Vormonat - mit 6,3 Prozent auf dem vierten Platz.

Wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden können die von Eurostat ermittelten Werte von den Zahlen abweichen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten veröffentlicht werden. Untereinander sind die Angaben zu den Ländern aber nach Ansicht von Fachleuten vergleichbar.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erwärmung der Ostsee könnte Heringsfischer hart treffen
Der Hering gehört zu den beliebtesten Speisefischen hierzulande. Doch Wissenschaftler warnen: Die Bestände in der Ostsee könnten wegen der Wassererwärmung drastisch …
Erwärmung der Ostsee könnte Heringsfischer hart treffen
Italien hebt Wirtschaftsprognosen an
Rom (dpa) - Italien hat seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung in diesem und im kommenden Jahr angehoben. "Wir haben höhere und solidere Wachstumszahlen als …
Italien hebt Wirtschaftsprognosen an
Nach May-Rede: Moody's stuft Kreditwürdigkeit Großbritanniens ab
Kurz nach der Rede der britischen Premierministerin Theresa May hatte die US-Ratingagentur Moody's ihre Einschätzung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens bereits nach …
Nach May-Rede: Moody's stuft Kreditwürdigkeit Großbritanniens ab
Autoindustrie kann Diesel-Updates steuerlich absetzen
Berlin (dpa) - Die deutsche Autoindustrie kann die Kosten für die Software-Updates bei Millionen Dieselautos steuerlich absetzen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" …
Autoindustrie kann Diesel-Updates steuerlich absetzen

Kommentare