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Regierung fordert Unternehmen auf, Arbeitnehmern „Inflationsprämie“ zu zahlen

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Die Bundesregierung hat Arbeitgeber aufgefordert, eine „Inflationsprämie“ zu zahlen.

Berlin - Der Staat werde dies "auf alle Fälle möglich machen", indem er auf solche Zahlungen bis zur Summe von 3000 Euro keine Steuern und Abgaben erheben wird, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Sonntag bei der Vorstellung des dritten Entlastungspakets der Regierung. Er äußerte die Hoffnung, dass "das flächendeckend millionenfach überall in Deutschland geschieht".

Olaf Scholz
Olaf Scholz © IMAGO/M. Popow

Die Inflationsprämie folgt dem Beispiel der Corona-Prämie: In der Corona-Pandemie blieben Sonderzahlungen von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern bis zu 1500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Regelung lief bis Ende März 2022. Die Prämie wird zusätzlich zum Lohn gezahlt.

Die Idee einer steuerfreien Einmalzahlung als Inflationsausgleich war bereits Anfang Juli vor der Konzertierten Aktion der Regierung mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern diskutiert worden. Gewerkschaftsvertreter und Ökonomen hatten sie abgelehnt. SPD-Chefin Saskia Esken betonte bei der Vorstellung des Entlastungspakets am Sonntag, "wir wollen, dass die Löhne insgesamt steigen". ilo/pw

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