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Targobank, Sixt & Co.: Diese Firmen zahlen ihren Mitarbeitern die Inflationsprämie

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Von: Patricia Huber

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Die steuerfreie Inflationsprämie soll Arbeitnehmer entlasten. Doch welche Firmen zahlen den Bonus überhaupt? Eine Übersicht.

Berlin – Die Inflationsprämie soll Arbeitnehmern nach dem Willen der Bundesregierung inmitten der Energiekrise Luft verschaffen. Bezahlen soll das Extra-Geld dieses Mal der Arbeitgeber. Nachdem im September jeder einkommensteuerpflichtige Bürger eine Energiepauschale in Höhe von 300 Euro vom Staat erhalten hat, soll es nun die Inflationsprämie von den Unternehmen geben. Bis zum 31. Dezember 2024 dürfen Firmen ihren Beschäftigten 3000 Euro Prämie steuer- und abgabefrei auszahlen.

Inflationsprämie: Manche Firmen warten noch Tarifrunden ab

Als diese Möglichkeit der Bonus-Auszahlung von der Bundesregierung bekannt gegeben wurde, hielt sich die Begeisterung jedoch in Grenzen. Kaum jemand rechnete damit, dass Firmen das Geld dann auch ausbezahlen. Doch jetzt nimmt die Sache Fahrt auf. In den vergangenen Wochen teilten immer mehr Firmen mit, dass sie die Inflationsprämie auszahlen wollen.

Während manche Unternehmen, wie der Haushaltsgerätehersteller Miele oder der Motorsägenhersteller Stihl noch die Tarifrunden abwarten wollen, machen andere Unternehmen Ernst. So sollen etwa die Beschäftigten des Autovermieters Sixt die Inflationsprämie erhalten: „Wir zahlen jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter weltweit 1700 Euro Sonderbonus als Inflationsausgleich bis zum Ende des Jahres zusätzlich“, sagte Co-CEO Alexander Sixt dem Handelsblatt.

Inflationsprämie: 3000 Euro für Targobank-Mitarbeiter

Auch die Mitarbeiter des Ventialtoren-Herstellers EBM-Papst haben Grund zur Freude. Jeder der 6000 Beschäftigten erhält 500 Euro Inflationsprämie. Bei der Chemisch-Pharmazeutischen Industrie sind die Tarifgespräche bereits beendet. Danach sollen die Beschäftigten einen Inflationsbonus von 3000 Euro erhalten.

Auch die Targobank spendiert die Prämie aus dem Entlastungspaket. Auf LinkedIn teilt der Ressortleiter Personal, Alexander Bohrer, mit, dass die Beschäftigten 3000 Euro erhalten. Das Geld soll in zwei gleichen Teilen ausgezahlt werden. Einmal im Dezember 2022 und einmal 2023. Auszubildende und duale Studenten erhalten zweimal 1000 Euro, also insgesamt 2000 Euro Bonus. „Wir möchten hiermit ein Signal setzen und gleichzeitig unserer Belegschaft Wertschätzung aussprechen und Planbarkeit geben – in diesen unsicheren Zeiten“, schreibt Bohr in seiner Ankündigung.

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Porsche und VW spendieren Mitatbeitern Extra-Zahlung

Ebenfalls 3000 Euro gibt es für die Mitarbeiter des Autobauers Porsche. Das Geld soll mit dem Novembergehalt auf die Konten der Beschäftigten kommen, wie eine Betriebsratssprecherin sagte. Der Betrag werde aber je nach Länge der Betriebszugehörigkeit und etwaiger Teilzeitarbeit angepasst. Die großzügige Zahlung dürften die Mitarbeiter wohl auch dem erfolgreichen Börsengang Ende September zu verdanken haben. Schon zuvor war bekannt geworden, dass die Konzernmutter VW ihren Beschäftigten im Haustarif und in Sachsen 2000 Euro Bonus zahlen will. Ob dies als Inflationsprämie ausgezahlt wird, oder ob die Einmalzahlung aus anderen Gründen gezahlt wird, ist nicht bekannt.

Auch die Drogeriekette Rossmann und der Schuhhersteller Meindl planen die Auszahlung einer Inflationsprämie. Wie hoch diese ausfallen soll, ist bei den beiden Unternehmen jedoch noch nicht geklärt. (ph)

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