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Die Inflationsbremser: Haushaltsenergie und Kraftstoffe waren im September für Verbraucher 9,3 Prozent billiger als vor einem Jahr

Verbraucherpreise unverändert

Inflationsrate im September auf Null gesunken

Wiesbaden - Die Inflationsrate ist im September auf Null zurückgegangen. Damit haben sich die Verbraucherpreise im Vergleich zum September 2014 nicht verändert.

Der immer stärkere Rückgang der Energiepreise hat die Inflation in Deutschland auf 0,0 Prozent gedrückt. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes verharrten die Verbraucherpreise im September auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Im August hatte die Inflationsrate bei 0,2 Prozent gelegen, im Mai noch bei 0,7 Prozent.

Hauptgrund für den Rückgang im Jahresvergleich sind rasant gesunkene Energiepreise: Haushaltsenergie und Kraftstoffe waren im September für Verbraucher 9,3 Prozent billiger als vor einem Jahr, wie die Statistiker am Dienstag mitteilten.

Damit entfernt sich die Inflation wieder weiter von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig Teuerungsraten von knapp unter 2,0 Prozent anstrebt. Gegenüber dem Vormonat August sanken die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,2 Prozent.

Keine Inflation, kaum Zinsen

Generell gilt, dass Inflation die Ersparnisse auffrisst. Diese Gefahr besteht aktuell nicht. Allerdings sind die Zinsen auch so niedrig wie nie: Die EZB hat den Leitzins im Euroraum mit aktuell 0,05 Prozent praktisch abgeschafft, um die Konjunktur anzuschieben und den Preisauftrieb zu stärken. In der Folge werfen Tagesgeld oder Sparkonto kaum noch Zinsen ab. Allerdings wären die Einbußen für Sparer noch größer, wenn die Inflation höher läge. Kreditnehmer profitieren andererseits von den extrem niedrigen Zinsen: Baugeld etwa ist so günstig wie seit Jahren nicht.

dpa/AFP

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