Ingenieure hoffen auf Moskauer Millionen

- München/Moskau - Mehrere bayerische Architekten und Ingenieurbüros können auf Millionenaufträge in Moskau hoffen. Die russische Hauptstadt plant den Um- und Ausbau mindestens zweier Stadtviertel. "Da kommen wir gut zum Zug", sagte Wirtschaftsminister Otto Wiesheu nach Treffen mit der Stadtspitze und mehreren russischen Ministern.Im Zentrum entstehe ein neuer Stadtteil mit Hochhäusern, U-Bahn- und Zuganbindung. Von den neun Milliarden Euro Auftragsvolumen wollen bayerische Firmen möglichst viel abbekommen. Lukrativ für Architekten und Baufirmen sollen auch die Sportstätten-Projekte werden, die Moskau trotz der gescheiterten Olympia-Bewerbung verwirklichen will.

Aufträge winken auch in Medizin- und Sicherheitstechnik. Die Messe München richtet im September eine Sport-Messe in Moskau aus. Ein "russisches Haus" des Industrieverbands soll künftig in München Firmen für Moskau anwerben und informieren. Jedes zweite der 3000 deutschen Unternehmen in Moskau kommt aus Bayern.Der Wirbel um den offensichtlich willkürlichen Yukos-Prozess hat laut Wiesheu "überraschenderweise bisher keine Folgen" auf die Arbeit der deutschen Betriebe. Mit 70 bayerischen Managern war er bis gestern Nacht drei Tage in Moskau unterwegs.Wiesheu warb auch um Investitionen und Besuche in Bayern. Enger werden soll die Zusammenarbeit etwa beim Galileo-Satelliten-Projekt. Premiere hatte Bayerns neuer WM-Werbe-Film auf russisch. Erst beim Torwandschießen mit den Gastgebern verließ den Minister das Glück: Er schoss zweimal daneben.

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