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Ingenieurmangel wird zur Wachstumsbremse

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- Frankfurt - Den deutschen Maschinenbauern fehlen rund 7000 gut ausgebildete Ingenieure. Der Arbeitskräfte-Mangel bremse erheblich das Wachstum der boomenden deutschen Schlüsselindustrie, berichtete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Rund 40 Prozent der Firmen müssten wegen der unbesetzten Stellen Unteraufträge an andere Unternehmen vergeben, ebenso viele Firmen hätten Leiharbeiter eingestellt.

Elf Prozent würden die Arbeit deswegen sogar ins Ausland verlagern. Viele Aufträge könnten nicht zur vereinbarten Lieferzeit abgearbeitet werden. So lautet das Ergebnis einer Umfrage des Verbandes unter seinen 3000 mittelständischen Mitgliedern.

"Die Hälfte der bundesdeutschen Maschinenbauunternehmen betrachtet den derzeitigen Mangel an qualifizierten Ingenieuren als wachstumshemmend", berichtete der Verband. Gesucht würden Ingenieure in allen Bereichen, insbesondere Spezialisten für Elektro- und Verfahrenstechnik, Kraftwerkstechnik, Bergbautechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, aber auch Wirtschaftsingenieure. Insgesamt beschäftigt die Branche 862 000 Mitarbeiter in Deutschland.

Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen hätten als Hauptgrund für die Nichtbesetzung der offenen Stellen Bewerbermangel genannt. Weitere Gründe seien mangelnde Fachkenntnisse (39 Prozent), mangelnde Berufserfahrung (29 Prozent) und zu hohe Gehaltsvorstellungen der Bewerber (27 Prozent). Viele Bewerber seien nicht bereit zu einem Umzug in eine andere Stadt. Der VDMA verlangte mehr Praxisnähe in der Ingenieurausbildung und empfahl Ingenieuren, Fremdsprachen wie Russisch oder Chinesisch zu lernen.

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