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Q-Cells hatte nach tiefroten Zahlen und einem Rechtsstreit mit Gläubigern die Insolvenz beantragt.

Q-Cells will Lieferanten bei der Stange halten

Bitterfeld-Wolfen - Was wird aus dem einst weltweit größten Solarzellenhersteller Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen und den Beschäftigten ? Noch ist alles offen.

Nach der Insolvenz des Solarkonzerns Q-Cells arbeiten Management und vorläufiger Insolvenzverwalter mit Hochdruck an einem Plan zur Fortführung des Unternehmens. „Wichtig ist dabei, dass die Lieferanten und Mitarbeiter bei der Stange bleiben“, sagte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters, Henning Schorisch, am Donnerstag. Es werde alles unternommen, um die Geschäfte fortzuführen und sich ein genaues Bild von der Situation der Firma zu machen. Dies werde einige Tage in Anspruch nehmen.

Der frühere Börsenstar Q-Cells hatte am Dienstag beim Amtsgericht Dessau Insolvenz beantragt. Betroffen sind den Angaben zufolge rund 1300 Mitarbeiter von Q-Cells S.E. Im Konzern von Q-Cells arbeiten weltweit rund 2200 Beschäftigte, davon 500 in Malaysia. Die Tochterunternehmen seien von dem Insolvenzantrag nicht betroffen, sagte der Sprecher. Dazu gehört im Industriegebiet „Solar Valley“ in Bitterfeld-Wolfen, dessen Kern Q-Cells ist, die Firma Solibro mit 400 Beschäftigten. Am Mittwoch hatte Schorisch laut seinem Sprecher den Beschäftigten von Q-Cells die neue Situation erläutert. Nach Angaben von Unternehmenssprecherin Ina von Spies ist Nedim Cen weiter Vorstandsvorsitzender von Q-Cells. „Alle Organe der Gesellschaft arbeiten weiter“, sagte sie.

Q-Cells hatte nach tiefroten Zahlen und einem Rechtsstreit mit Gläubigern die Insolvenz beantragt. 2011 hatte das Unternehmen einen Verlust von 846 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz war in dem Geschäftsjahr laut Bericht um ein Viertel auf rund eine Milliarde Euro eingebrochen. Nach Solarhybrid, Solar Millennium und Solon ist Q-Cells die vierte größere Pleite in der Solarbranche in Deutschland. Diese Industrie beklagt einen weiter wachsendem Preisdruck angesichts von starker Konkurrenz vor allem aus Asien.

dpa

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