Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Das Amtsgericht Osnabrück hat das Insolvenzverfahren für den Autobauer Karmann eroeffnet.

Insolvenzverfahren bei Karmann eröffnet

Osnabrück - Knapp drei Monate nach dem Insolvenzantrag des Cabriospezialisten Karmann hat das Amtsgericht Osnabrück das Verfahren eröffnet.

Das teilte der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter, der Frankfurter Rechtsanwalt Ottmar Hermann, am Montag mit. Er strebe den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze an, sagte Hermann laut Mitteilung: “Trotz des schwierigen Marktumfeldes im gesamten Automobilsektor sehen wir Chancen für die Restrukturierung.“ Insgesamt sollen rund 1500 Jobs erhalten bleiben, erläuterte ein Sprecher Hermanns. Allerdings stehe die Entlassung von 300 Mitarbeitern in nächster Zukunft schon fest. Karmann hatte am 8. April wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt.

Derzeit sucht Hermann einen Investor und arbeitet mit seinem Team ein Fortführungskonzept für das Unternehmen aus. Künftig soll Karmann in den Sparten Cabriodächer, Werkzeugbau und Fahrzeugentwicklung tätig sein. Der Fahrzeugkomplettbau war nicht mehr zu halten. Vor einer Woche lief das letzte von Karmann gefertigte Mercedes CLK-Cabrio vom Fließband in Osnabrück. Bereits im Februar war im Karmann- Werk im benachbarten Rheine das letzte Auto, ein Audi A4-Cabrio, gebaut worden. Karmann war es nicht gelungen, im vergangenen Jahr Nachfolgeaufträge zu bekommen.

In der Frage, ob es eine Transfergesellschaft für rund 1300 Mitarbeiter geben werde, die wegen der Schließung des Fahrzeugbaus ihren Job verloren haben, gebe es noch keinen neuen Sachstand, sagte der Sprecher Hermanns. Zur Finanzierung dieses Angebots benötigt Karmann rund 20 Millionen Euro.

Zur Zusammensetzung der künftigen Karmann-Geschäftsführung äußerte er sich nicht. In den vergangenen Tagen gab es Spekulationen in Medien, wonach der bisherige Finanzchef des Unternehmens, Wilhelm Dietrich Karmann, und der Sprecher der Geschäftsführung, Peter Harbig, das Unternehmen verlassen werden. Personalfragen unterlägen der Verschwiegenheitspflicht, sagte der Sprecher. Wilhelm Dietrich Karmann, Enkel des Firmengründers, ist nicht nur Mitglied der Geschäftsführung, sondern auch Miteigentümer des Unternehmens.

dpa

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