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Insolvenzverwalter sieht für Dornier-Jet noch Überlebenschance

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- Oberpfaffenhofen - Auch nach der erneuten Pleite am Flugzeugbau-Standort Oberpfaffenhofen sieht der vorläufige Insolvenzverwalter für den Dornier-328-Jet eine Zukunft. Er sehe realistische Chancen, das Unternehmen als Ganzes zu erhalten, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter der AvCraft Aerospace GmbH, Martin Prager. "Wir produzieren weiter und führen daneben Gespräche mit potenziellen Investoren." Neben Branchenunternehmen wie Anbietern von Business-Jets könne ein Investor auch aus dem Bereich Private Equity kommen. Prager hofft, spätestens bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens voraussichtlich am 1. Juni einen Käufer präsentieren zu können.

Die Insolvenz der AvCraft Aerospace GmbH bezeichnete Prager als "Folge einer Verkettung unglücklicher Umstände". Der Produktionsstart im Mai vergangenen Jahres sei naturgemäß mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden gewesen und der Geldzufluss zugleich geringer ausgefallen als erwartet, da sich die Auslieferung von vier Flugzeugen um etliche Monate verzögert habe. "Die Finanzkraft der USMutter hat schlicht nicht ausgereicht", erklärte Prager.

Nach seinen Angaben gibt es auch nach dem Insolvenzantrag einen Auftragsbestand von vier Festbestellungen und 21 Optionen für den Regionaljet 328. "Der chinesische Großkunde Hainan Airlines und andere Kunden haben in dieser Woche nochmals ihr Interesse an dem Flugzeug bekräftigt."

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