Insolvenzverwalter bei SinnLeffers optimistisch

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Düsseldorf (dpa) - Der vorläufige Insolvenzverwalter der Handelskette SinnLeffers hat mit den Gläubigern erste Gespräche geführt, die nach seiner Einschätzung positiv verlaufen sind.

"Sie haben Grundvertrauen in die Geschäftsführung, statt ihr Vorwürfe zu machen", sagte Sanierungsexperte und Rechtsanwalt Horst Piepenburg am Freitag in Düsseldorf. Auch die 20 Vermieter der 47 Filialen seien an einer Rettung von SinnLeffers interessiert. Hohe Mieten wurden als ein Hauptgrund der drohenden Zahlungsunfähigkeit der Hagener Firma angeführt.

"Ich sehe meine vorrangige Aufgabe nun darin, zu prüfen, ob SinnLeffers sanierungsfähig ist", so Piepenburg. Die bisherigen Gespräche und die Durchsicht der Zahlen ließen aber den Schluss zu, dass die Textilhandelskette bei einer Durchführung des vorgelegten Insolvenzplans "absolut lebensfähig für den mörderischen Konkurrenzkampf im Textilhandel" sein werde. Details des Plans wurden am Freitag noch nicht genannt.

"Wir werden jetzt jede Filiale genau überprüfen", kündigte Piepenburg an, "eins ist aber sicher: Das Unternehmen wird nicht so aus der Insolvenz rausgehen, wie es reingegangen ist." Er verwies auf seine Erfahrung als Eigenverwalter der Drogeriekette IhrPlatz, bei der 2005 in rund acht Monaten ein Insolvenzplan erfolgreich durchgeführt worden sei.

In den nächsten Wochen würden weitere Gespräche mit den Gläubigern geführt. Zu diesen gehören laut Piepenburg "ungewöhnlicherweise" für eine Insolvenz keine Banken, sondern neben den Vermietern vor allem Lieferanten und die Mitarbeiter. Außerdem habe der Pensionssicherungsverein Forderungen für rund 2000 ehemalige Angestellte, die eine Betriebsrente bezögen. Die Gehälter der 4100 Mitarbeiter der Textilhandelskette seien über das Insolvenzgeld für die kommenden drei Monate gesichert. Der Antrag für die August- Zahlungen würde gerade gestellt.

Piepenburg kündigte an, dass es "spätestens in der dritten September-Woche" konkretere Angaben "zur weiteren Entwicklung" bei SinnLeffers geben werde, der dritten ehemaligen KartstadtQuelle- Tochter nach Wehmeyer und Hertie, die einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Mit der offiziellen Entscheidung über den Insolvenzantrag durch das Amtsgericht Hagen sei nicht vor Anfang November zu rechnen.

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