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Die Zentrale des Weltbild-Verlages in Augsburg.

Insolvenzverwalter macht Hoffnung:

Weltbild-Gruppe soll erhalten werden 

Augsburg  - Der Insolvenzverwalter der katholischen Weltbild-Gruppe will eine Zerschlagung des Unternehmens verhindern. Es sollen sich schon Investoren gemeldet haben.

Die Mitarbeiter können hoffen: Investoren haben sich bereits gemeldet. Der Insolvenzverwalter der Verlagsgruppe Weltbild will das kirchliche Unternehmen möglichst komplett erhalten und peilt eine schnelle Lösung an. „Wir reden nicht nach fünf Tagen von einer Stilllegung oder Teilstilllegung“, sagte Arndt Geiwitz am Donnerstagabend nach einem Treffen mit Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Arbeitsministerin Emilia Müller (beide CSU) in Augsburg. „Wir wollen möglichst die Gruppe zusammenhalten.“

Bis Ende März - also innerhalb der Laufzeit des von der Arbeitsagentur gezahlten Insolvenzgeldes für die mehr als 2000 Augsburger Beschäftigten - will Geiwitz ein Lösung finden. Es hätten sich schon einige Interessenten bei ihm gemeldet. Er habe auch schon mit mehreren möglichen Investoren gesprochen. Details nannte der Krisenmanager nicht, dafür sei es noch zu früh.

Der der katholischen Kirche gehörende Konzern hatte vor einer Woche Insolvenz angemeldet, nachdem die Kirche den Geldhahn zugedreht hat. Die Bischöfe haben allerdings Hilfen in zweistelliger Millionenhöhe angekündigt. Daher will Geiwitz nun zunächst mit dem bisherigen Eigentümer über ein Darlehen verhandeln.

Bislang ist Weltbild unter dem eigenen Namen sowie über die Tochter buecher.de im Internethandel aktiv. Zudem betreibt das Unternehmen Hunderte Buchhandlungen zusammen mit der Familie Hugendubel. Die mehr als 3000 Mitarbeiter aus den Filialen sind bislang nicht direkt von der Insolvenz betroffen.

Für Geiwitz macht die Aufteilung in herkömmlichen Handel und Onlinegeschäft Sinn. „Wir sind in einem schwierigen Branchenumfeld, wir haben einen übermächtigen Wettbewerber“, schränkte er allerdings im Hinblick auf den Internet-Riesen Amazon ein.

Die beiden Ministerinnen betonten das große Interesse der Staatsregierung, die Arbeitsplätze zu erhalten. Dafür seien auch Hilfen möglich. „Wir können aber noch nicht abschätzen, welche Maßnahmen sinnvoll sind“, sagte Aigner.

dpa

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