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IGES-Institut zweifelt Milliarden-Defizit der Krankenkassen an.

Institut bezweifelt 7,5-Milliarden-Kassendefizit

Berlin - Die meisten gesetzlichen Krankenkassen können nach einer Studie im nächsten Jahr auch ohne zusätzliche Staatshilfe ihre Ausgaben decken.

Zu diesem Ergebnis kommt laut “Handelsblatt“ eine Prognose des unabhängigen Forschungsinstituts IGES. Danach droht den Kassen 2010 statt des bisher erwarteten Minus von 7,5 Milliarden Euro ein Fehlbetrag von maximal 5 Milliarden Euro. Die Kassen könnten das Loch durch die in den vergangenen Jahren angesparten Rücklagen in gleicher Höhe stopfen, sagte IGES- Geschäftsführer Martin Albrecht dem “Handelsblatt“.

Der von der neuen Koalition geplante Rettungsschirm für die Krankenkassen sei deshalb überflüssig. Die scheidende Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte ebenfalls von Rücklagen der Kassen in der Größenordnung von 5 Milliarden Euro gesprochen.

Das IGES-Institut legt jährlich einen Bericht zur Entwicklung der Arzneimittelkosten vor. Die Koalition hatte sich darauf verständigt, neben der Arbeitslosenversicherung auch den Krankenkassen die krisenbedingten Mindereinnahmen durch einen einmaligen Steuerzuschuss von gut 4 Milliarden Euro auszugleichen. Damit sollen Zusatzbeiträge für die Versicherten vermieden werden.

dpa

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