Institut: Wirtschaft kommt in Schwung

- Berlin - Deutschland kann 2006 auf einen leichten konjunkturellen Auftrieb hoffen. Diese Chance sieht das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seiner Prognose für 2006. Darin wird von einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent ausgegangen - bei sinkenden Arbeitslosenzahlen und einem Anstieg des privaten Konsums. Entscheidend für eine Erholung sei allerdings der Kurs der neuen Bundesregierung sowie die Entwicklung des Ölpreises.

"Die deutsche Wirtschaft wächst, wenn auch mühsam", sagte IW-Direktor Michael Hüther. Zu verdanken sei dies einem weiter starken Export. Dieser greife nun auch auf die Binnenkonjunktur über: Mit der erhofften Auflösung des Investitionsstaus werde gerechnet.

Nur wenig in Schwung kommt hingegen der private Konsum. Als eine Ursache dafür werden die gestiegenen Ölpreise gesehen. Außerdem müsse auf dem Arbeitsmarkt mehr geschehen. Das IW geht aber davon aus, dass die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse wieder steigen werden - wenn es bei moderaten Tarifabschlüssen bleibt.

Hüther zeigte sich überzeugt, dass die neue Regierung am Reformpfad der Agenda 2010 festhalten wird und den Haushalt konsolidiert. Dann bestehe 2006 die "berechtigte Hoffnung", dass die Neuverschuldung unter 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt.

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