Institute senken deutsche Wachstumsprognose

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Hamburg (dpa) - Mehrere deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wegen der Dollar-Schwäche und der internationalen Finanzkrise gesenkt.

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet 2008 mit einer Konjunkturdelle und revidierte seine Prognose von 1,7 Prozent auf 1,5 Prozent. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung rechnet nur noch mit einem Plus von 1,3 Prozent (zuvor 1,5 Prozent).

Der Chef des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, warnte vor der Sogkraft der schwächelnden US-Wirtschaft: "Was auch immer geschieht, die Party ist vorbei", schrieb Sinn in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag. Die Bundesregierung rechnet mit einem Wachstum von 1,7 Prozent.

Die Konjunkturkrise in den USA wird nach Einschätzung des ifo Instituts die gesamte Weltwirtschaft nach unten ziehen. Nachdem sich die USA immer mehr auf eine Rezession zubewegten, sei der Boom der Weltwirtschaft zu Ende. Die stärkere Position Asiens könne die Auswirkungen der US-Krise nicht ausgleichen.

Der Konjunkturexperte des IWH in Halle, Udo Ludwig, begründete die Senkung der Prognose damit, dass sich das weltwirtschaftliche Umfeld in den ersten Monaten dieses Jahres deutlich eingetrübt habe und deutlicher verschlechtert habe als angenommen. Ursache seien die Lage am Finanzmarkt und sich "mehrende Anzeichen einer Rezession in den USA", die Dollarschwäche sowie der weltweit anhaltende Preisanstieg für Rohstoffe, Energie und Nahrungsmittel.

"Die Stärke der Belastungen war so Ende 2007 nicht absehbar, es ist schlimmer gekommen", sagte Ludwig. Die deutsche Wirtschaft sei teilweise auf niedrigerem Niveau in das Jahr 2008 gestartet. So sei zum Beispiel der private Konsum Ende 2007 nicht erhöht sondern deutlich vermindert worden.

Laut IWH wird sich in Deutschland die konjunkturelle Dynamik im nächsten Jahr wieder auf ein Wachstum von 1,8 Prozent beschleunigen. Das Institut rechnet mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland auf rund 3,5 Millionen in diesem Jahr (2007: 3,7 Millionen) und rund 3,3 Millionen 2009.

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat seine Wachstumsprognose von 1,7 Prozent für 2008 für Deutschland trotz Dollar-Schwäche und Finanzmarktkrise bekräftigt. Belastend wirke sich die hohe Teuerung aus. So werde die Inflationsrate 2008 bei 2,5 Prozent liegen, erwarten die RWI-Forscher. Im kommenden Jahr rechnen sie mit einer Inflationsrate von 2,0 Prozent und einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,8 Prozent.

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