Intel baut Chip-Fabrik in China für 2,5 Milliarden US-Dollar

Computer: - Peking (dpa) - Der amerikanische Chiphersteller Intel baut für 2,5 Milliarden US-Dollar (1,9 Mrd Euro) ein neues Werk in China. Das Projekt werde sein Unternehmen zu "einem der größten ausländischen Investoren in China" machen, sagte Intel-Chef Paul Otellini nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua bei der Ankündigung des Vorhabens in Peking.

Der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen, 2010 soll die Fabrik in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian den Betrieb aufnehmen.

Intel hat in China bereits 1,3 Milliarden Dollar in Produktionsanlagen sowie Test- und Forschungseinrichtungen investiert. In der Fabrik in Dalian sollen künftig Chipsätze gefertigt werden, die die Kommunikation der eigentlichen Prozessoren mit dem Computer regeln.

Während Intel seine leistungsfähigen Prozessoren in seinen modernsten Fabrikanlagen in den USA produziert, wurde die Produktion von Chipsätzen bislang in die älteren Fabriken verlagert. Bei der Fabrik in Dalian wird Intel aus ausfuhrrechtlichen Gründen keine modernste Technologie einsetzen.

Die Chipsätze werden deshalb in der so genannten 90-Nanometer-Technologie gefertigt - in seinen modernen Fabriken in den USA produziert Intel Prozessoren bereits mit Strukturbreiten von 65 Nanometer.

Die Nutzung der Technologien in China unterliegen den amerikanischen Ausfuhr-Richtlinien, die den Export von potenziell militärisch einsetzbaren Produkten regeln. Zum Start 2010 werde Intel aber die fortgeschrittenste Technologie nutzen, die unter der Lizenz der US-Regierung möglich sei, sagte Otellini.

China gehört zu den am schnellsten wachsenden PC-Märkten der Welt. Nach Schätzungen der Marktforscher von IDC wird der Computermarkt dort in den kommenden fünf Jahren um 24 Mal schneller wachsen als der US-amerikanische Markt, der Umsatz soll in dieser Zeit von 15,9 Milliarden im vergangenen Jahr auf 24,3 Milliarden Dollar wachsen.

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