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Der weltgrößte Computerchip-Hersteller Intel versucht nach einem Strategieschwenk neue Geschäftsbereiche zu erschließen. Foto: Andrej Sokolow

Jahresziele angehoben

Intel verdoppelt Gewinn

Der Chip-Riese Intel kommt wieder besser in die Gänge und hebt seine Geschäftsziele nach zwei Quartalen mit steigenden Gewinnen an. Das gefällt Anlegern gut, der Aktienkurs legt nachbörslich deutlich zu.

Santa Clara (dpa) - Der weltgrößte Computerchip-Hersteller Intel hat dank der Erholung am PC-Markt und starker Server-Nachfrage ein weiteres Quartal mit überraschend guten Geschäften abgeliefert.

In den drei Monaten bis Ende Juni legte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert von 1,3 auf 2,8 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro) zu, wie der Konzern nach US-Börsenschluss mitteilte.

Allerdings hatten hohe Sonderkosten das Ergebnis im Vorjahr verhagelt. Doch auch die Erlöse übertrafen mit einem fast zehnprozentigen Anstieg auf 14,8 Milliarden Dollar die Erwartungen.

Nach dem zweiten starken Quartal in Folge hob Intel die Ziele für das laufende Geschäftsjahr an. Der Konzern stellt nun einen Umsatz in Höhe von rund 61,3 Milliarden Dollar in Aussicht, das sind 1,3 Milliarden Dollar mehr als zuvor. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie geht Intel jetzt von 2,66 Dollar nach zuvor 2,56 Dollar aus.

Konzernchef Brian Krzanich zeigte sich mit den jüngsten Ergebnissen zufrieden und sprach von einem "herausragenden Quartal" mit starkem Wachstum. Auch bei Anlegern kamen die Zahlen gut an, die Aktie legte nachbörslich um mehr als vier Prozent zu.

Allerdings hat sich der Chip-Riese auch lang genug schwer getan, insbesondere der Trend zu Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets erwischte Intel auf dem falschen Fuß. Mit dem Niedergang des PC-Markts wurde das Kerngeschäft stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach langer Talfahrt stabilisierte sich die Nachfrage hier zuletzt aber wieder etwas.

Zudem versucht Intel, nach einem Strategieschwenk neue Geschäftsbereiche zu erschließen. Der Konzern konzentriert sich nun verstärkt auf Chips für Rechenzentren sowie Cloud-Computing und die Vernetzung von Alltagstechnik im sogenannten Internet der Dinge.

Intel-Mitteilung

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