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Was wird aus Schlecker?

Interessenten buhlen um Schlecker

Ehingen - Die Investorensuche bei der insolventen Drogeriekette Schlecker geht entgegen anderslautenden Medienberichten offenbar voran. Es soll sechs ernsthafte Interessenten geben.

Das sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd. Mit drei von ihnen würden derzeit Gespräche geführt. Dabei handle es sich um die mit den interessantesten Angeboten. Namen oder die Höhe der Angebote nannte der Sprecher nicht. Unter den Interessenten seien sowohl strategische als auch Finanzinvestoren. Eine Entscheidung soll bis Pfingsten fallen.

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Der “Spiegel“ hatte berichtet, dass die osteuropäische Finanzgruppe Penta der einzige ernst zu nehmende Kandidat im Rennen um Schlecker sei. Laut “Stuttgarter Zeitung“ zählt die Düsseldorfer Droege-Gruppe dagegen nicht mehr zur engeren Wahl. Der Sprecher dementierte diese Berichte: Der Insolvenzverwalter habe von den sechs Interessenten noch keinen ernsthaft ausgeschlossen.

Priorität bei der Investorenauswahl habe, den Konzern als Ganzes zu erhalten und “am Ende des Tages ein möglichst hohes Angebot zu bekommen“, sagte der Sprecher. Ein Filetieren der Unternehmensteile sei nicht das Ziel.

Zwtl.: Zukunft der Firma mit und ohne Familie Schlecker denkbar

Es sei auch kein Entscheidungskriterium, ob der Investor mit der Familie Schlecker im Unternehmen plane. Die Kinder von Unternehmensgründer Anton Schlecker, Meike und Lars, hatten erklärt, im Unternehmen bleiben zu wollen und einen Co-Investor zu suchen. Dem “Spiegel“-Bericht zufolge will Penta nicht mit den beiden zusammenarbeiten, sondern ihnen allenfalls eine symbolische Beteiligung zugestehen.

Der Sprecher wandte sich zudem gegen Berichte, wonach die ebenfalls insolvente Tochter Ihr Platz einzeln verkauft werden solle. “Bisher ist noch keine Entscheidung getroffen worden“, sagte er. Der Insolvenzverwalter sehe sowohl im Gesamtkonstrukt mit Schlecker als auch in der Eigenständigkeit eine Zukunft für Ihr Platz.

Ende März waren bei Schlecker 10.000 Mitarbeiter entlassen worden, in der Mehrzahl Frauen. Zuvor war die Finanzierung einer Auffanggesellschaft für die Gekündigten gescheitert. Schlecker hat noch 13.500 Beschäftigte.

dapd

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