Internet-Betrüger zapfen Postbank-Konten an

- Bonn - Internet-Betrüger haben erstmals zwei private Konten von Postbank-Kunden angezapft. Insgesamt sollten 21 000 Euro abgehoben werden. Da die Abbuchungen aber im letzten Moment gestoppt werden konnten, sei kein Schaden entstanden, sagte Postbank-Sprecher Jürgen Ebert. Ein Kunde habe eine dubiose Abbuchung der Betrüger noch selbst stornieren können, in dem anderen Fall hätten die Sicherheitsmaßnahmen der Bank gegriffen.

Seit Wochen verschicken Hacker wahllos E-Mails, in denen Kunden über gefälschte angebliche Bank-Webseiten aufgefordert werden, Kontonummern und geheime Pin- und Tan-Nummern preiszugeben, wie Ebert erklärte. Postbank-Online-Kunden seien seit dem 11. Juli von zwei Mail-Wellen überschwemmt worden. Bis auf die nun bekannt gewordenen beiden Fälle sei bisher aber niemand auf die Masche des so genannten Passwort-Fischens hereingefallen. Auch bei Kunden anderer großer Banken wie der Deutschen Bank und der Citibank versuchten die Betrüger, an geheime Konto- und Zugangsdaten zu gelangen.

Der Kunde sollte in jedem Fall mit gesundem Misstrauen vorgehen. Um sicher zu gehen, auf den echten Internetseiten seiner Bank zu landen, sollte er grundsätzlich ein eigenes Lesezeichen (Bookmark, Favorit) verwenden oder die Adresse manuell in die Kopfzeile eintippen.

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