Intersport: Sportartikelhändler müssen Sortiment verändern

München - Mit Tipps für ein verändertes Sortiment will die Sporthändler-Gruppe Intersport ihre Mitglieder weg vom Wintersport hin zum "Wettersport" führen. "Wir müssen realistisch genug sein, um zu sagen, die verkauften Mengen bei Ski und anderen Wintersportartikeln gehen zurück", sagte Intersport-Vorstand Klaus Jost am Sonntag bei der weltgrößten Sportmesse ispo winter (bis 30. Januar) in München.

In Zukunft müssten die Händler mehr auf Waren setzen, die schneeunabhängig seien. Chancen habe auch Kleidung, die gleich für mehrere Sportarten verwendet werden könne, etwa multifunktionale Sportunterwäsche.

Nach einem eher verhaltenen Start in die bis dahin zu warme Wintersaison 2007/2008 seien die Umsätze der Intersport-Mitglieder im Januar "sprunghaft" angestiegen und lägen nun um sechs Prozent über denen des Vorjahres. Allerdings sei der Januar 2007 wegen des milden Wetters auch ausgesprochen schlecht verlaufen. Bei der reinen Ski- Ware ging der Umsatz 2007 laut Intersport um sechs Prozent zurück. Insgesamt sei der Umsatz in der Sportartikelbranche von 7,1 Milliarden Euro im Jahr 2006 auf 6,9 Milliarden Euro in 2007 gesunken. Für 2008 rechnet Intersport mit einem Wachstum von drei Prozent. Dazu sollen unter anderem die offiziellen Fußball-EM-Shops beitragen, die die Gruppe anbieten wird.

In Zukunft sollen die Händler zudem verstärkt bei Investitionen unterstützt werden. "Die Finanzierungsmöglichkeiten über Banken werden immer schwieriger", sagte Intersport-Finanzvorstand Kim Roether. Über Marktanalysen soll den Händlern deshalb etwa bei Verhandlungen mit Banken geholfen werden. Intersport hat nach eigenen Angaben 1400 Verkaufsstellen in ganz Deutschland und damit einen Marktanteil von dreißig Prozent. Der Außenumsatz 2007 habe bei 2,3 Milliarden Euro gelegen.

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