Investivlohn soll zügig Wirklichkeit werden

- Frankfurt - Nach Jahrzehnten kontroverser Diskussionen können Arbeitnehmer offenbar schon bald mit einer Beteiligung an den Gewinnen ihrer Unternehmen rechnen. Trotz erheblichen Klärungsbedarfs bei den Einzelheiten der Umsetzung äußerten sich SPD und CDU optimistisch über eine rasche Einigung. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla rechnet sogar damit, dass entsprechende Regelungen bereits in gut einem Jahr in Kraft treten können.

Pofalla sagte der ARD, die Koalition habe Anfang kommenden Jahres "alle Zeit", um über die Einzelheiten des Vorhabens zu sprechen. "Dann könnte der Investivlohn für 2008 kommen", sagte der CDU-Generalsekretär. Auch der SPD-Vorsitzende Kurt Beck glaubt an die Einführung des Investivlohns noch in dieser Legislaturperiode. Er schlug hierfür konkret vor, die Beteiligung der Arbeitnehmer an Unternehmensgewinnen mit steuerlichen Anreizen zu verbinden.

Das für die Arbeitnehmer vorgesehene Kapital müsse aber gegen Insolvenzen abgesichert werden, forderte Beck. Auch dürfe weder an der Tarifautonomie noch an der Mitbestimmung gerüttelt werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trotz US-Sorgen: Elektroindustrie erwartet Rekordumsatz
Trumps Abschottungspolitik und der Brexit bereiten der deutschen Elektro-Industrie großes Kopfzerbrechen. Neben den Risiken gebe es aber auch Chancen, meint der …
Trotz US-Sorgen: Elektroindustrie erwartet Rekordumsatz
Brexit-Urteil: Ökonom erwartet keine Kursänderung Londons
Frankfurt/Main (dpa) - Großbritannien wird nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer auch nach dem Urteil des obersten britischen Gerichts die EU …
Brexit-Urteil: Ökonom erwartet keine Kursänderung Londons
Etihad-Chef Hogan geht - Beteiligungen auf dem Prüfstand
Etihad-Konzernchef James Hogan verlässt die arabische Airline. Nun überprüft der Air-Berlin-Großaktionär auch seine Beteiligungen an anderen Fluggesellschaften.
Etihad-Chef Hogan geht - Beteiligungen auf dem Prüfstand
Mietsoftware bleibt SAPs Wachstumstreiber
Mit dem Umbau seines Geschäftsmodells hin zu mehr Mietsoftware wollte der Softwarekonzern SAP unabhängiger von den schwankenden Lizenzeinnahmen werden. Der Plan scheint …
Mietsoftware bleibt SAPs Wachstumstreiber

Kommentare