Nach Anschlag in Newtown

Cerberus steigt bei Waffenhersteller aus

New York - Das US-Unternehmen Cerberus Capital Management will seine Anteile an der Freedom Group, der Herstellerfirma von Gewehren vom Typ Bushmaster, verkaufen.

Nach dem Schulmassaker in Newtown will sich der Finanzinvestor Cerberus von dem Waffenhersteller trennen, der das bei dem Amoklauf benutzte Sturmgewehr produziert hat. „Es ist nicht unsere Aufgabe, in die Debatte um Waffenkontrolle einzugreifen. Das ist Sache des Gesetzgebers“, erklärte das Unternehmen am Dienstag in New York. „Es gibt aber gleichwohl etwas, das wir als Unternehmen tun können. Deshalb haben wir umgehend einen Prozess eingeleitet, um uns von unserer Beteiligung an der Freedom Group zu trennen.“

Zur Freedom Group gehören eine Reihe von Waffenherstellern, auch die Bushmaster Firearms International. Bushmaster stellt eine zivile Variante des Sturmgewehrs AR-15 her, das zwar nicht mit Dauerfeuer schießen kann, aber dennoch eine hohe Schussfolge ermöglicht. Mit einer solchen Waffe und zwei Pistolen war ein 20-Jähriger am Freitag in eine Schule eingedrungen und hatten sechs Erwachsene und 20 Kinder erschossen, das jüngste war gerade sechs geworden.

„Unsere Gedanken und unsere Gebete sind bei den Familien und der Stadt, die von diesem entsetzlichen Ereignis getroffen wurde“, hieß es bei Cerberus. Das Massaker sei ein Wendepunkt in der Debatte um Waffenkontrollen. Cerberus, 1992 vom Wall-Street-Händler Stephen Feinberg gegründet, kauft, saniert und verkauft Firmen. Die Gruppe übernahm 2007 von Daimler die Mehrheit an Chrysler und mischt in Deutschland bei Woolworth mit und hatte auch Interesse an Schlecker.

Trauer und Verzweiflung nach Amoklauf von Newtown

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dpa

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