Investoren planen Millionenklage gegen IKB

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Düsseldorf (dpa) - Auf die wegen Fehlspekulationen am US- Hypothekenmarkt in die Krise geratene Mittelstandsbank IKB könnte eine Millionenklage zukommen.

Die Münchener Anwaltskanzlei Rotter bereitet im Auftrag von etwa zwei Dutzend institutionellen Anlegern und Privataktionären eine Schadenersatzklage in zweistelliger Millionenhöhe gegen die Düsseldorfer Bank vor. Die Klage werde spätestens im Juli eingereicht, sagte Anlegeranwalt Klaus Rotter der "Börsen-Zeitung" (Samstag). Ein vorhergehender Versuch einer außergerichtlichen Einigung sei gescheitert.

Die IKB hatte im Juli 2007 bei der Vorlage der Quartalsbilanz Sorgen über mögliche Auswirkungen der US-Hypothekenkrise als unbegründet zurückgewiesen und ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr bestätigt. Nur wenig später wurde bekannt, dass das Düsseldorfer Institut sich über einen Fonds mit hohen Summen am US-Immobilienmarkt verspekuliert hatte. Nur durch eine Milliardenspritze der deutschen Banken unter Federführung von Großaktionär KfW konnte die IKB vor dem Aus gerettet werden. Aktuell wird nach einem Käufer für das angeschlagene Institut gesucht.

Anlegeranwalt Rotter sieht seine Klage durch ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes zu Ad-hoc-Meldungen gestützt. Das BGH habe klargestellt, dass nicht nur "fast sicher erwartete" Ereignisse gemeldet werden müssen, sondern auch solche, die "hinreichend wahrscheinlich" seien. "Die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen für unsere Mandanten gegen die IKB wird durch das BGH-Urteil erheblich erleichtert", sagte Rotter.

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