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Fernsehgerät des fränkischen Fernseh- und Blitzgeräte-Herstellers Metz, stehen in der Produktion im Firmensitz in Zirndorf auf einer Fertigungsstraße.

Investoren übernehmen TV-Hersteller Metz

Zirndorf - Metz wird an Investoren verkauft. Das TV-Geschäft geht an Chinesen, die Blitz- und Kunststoffsparte an ein Unternehmen aus der Region. Ein Viertel der Stellen geht verloren. Der Insolvenzverwalter ist trotzdem zufrieden.

Die Suche hat ein Ende: Zwei Investoren steigen beim insolventen TV- und Blitzgerätehersteller Metz ein. Beide Käufer hätten zugesagt, den Geschäftsbetrieb von Metz am Stammsitz im mittelfränkischen Zirndorf langfristig aufrecht zu erhalten, teilte Insolvenzverwalter Joachim Exner am Dienstag mit. Die auf Premiumprodukte ausgerichtete TV-Sparte wird vom chinesischen Elektronikkonzern Skyworth übernommen, die Blitz- und Kunststoffsparte geht an die Fürther Daum-Gruppe. „Damit hat Metz wieder eine langfristige Perspektive“, betonte Exner.

Allerdings werden weitere Metz-Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren: Die Investoren übernehmen drei Viertel der verbliebenen 393 Mitarbeiter. 87 Beschäftigte, die nicht weiterbeschäftigt werden, können für ein halbes Jahr in eine Transfergesellschaft wechseln. Ein solch hoher Anteil sei in Insolvenzverfahren die absolute Ausnahme, betonte Exner. Er zog das Fazit: „Mit Skyworth und Daum hat Metz jetzt zwei starke Partner an seiner Seite, die über eine klare Vision und einen langen Atem verfügen.“

Skyworth ist den Angaben zufolge Marktführer in China und gehört zu den zehn führenden TV-Herstellern weltweit. Die Daum-Gruppe stellt Antriebslösungen im Bereich der Elektromobilität sowie hochwertige Fitnessgeräte her. Über die Kaufpreise wurde Stillschweigen vereinbart. Die Metz-Werke GmbH hatte im November 2014 Insolvenz angemeldet. Das Familienunternehmen aus Zirndorf bei Nürnberg ist eines der letzten, das noch in Deutschland TV-Geräte produziert, und litt zuletzt heftig unter der billigeren Konkurrenz aus Asien.

dpa

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