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Für den insolventen Weltbild-Verlag wird ein Investor gesucht.

Mitarbeiter sollen bleiben

Investorensuche für Weltbild läuft an

Augsburg - Hoffnung für die Weltbild-Beschäftigten: Schon Ende Februar könnten erste Angebote potenzieller Investoren für das angeschlagene Unternehmen eingehen. Der vorläufige Insolvenzverwalter will die Mitarbeiter halten.

Die Investorensuche für den angeschlagenen Weltbild-Verlag kann anlaufen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz habe die Hoffnung, dass Ende Februar bereits die ersten Angebote eingehen, verlautete am Freitag nach einer Betriebsversammlung am Unternehmenssitz in Augsburg aus Mitarbeiterkreisen. Interessenten könnten die entsprechenden Unterlagen einsehen und sich jetzt einlesen, hieß es. Nach Angaben eines Sprechers von Geiwitz gibt es „eine ganze Reihe von Interessenten“, Details nannte er aber nicht.

Den derzeitigen Fortgang des Verfahrens sehe Geiwitz positiv. Die Lieferanten lieferten wieder, die Betriebsfortführung sei gesichert und das Insolvenzgeld vorfinanziert.

An die Mitarbeiter appellierte Geiwitz bei der Betriebsversammlung, an Bord zu bleiben und nicht zu anderen Unternehmen abzuwandern. Bei Insolvenzen träten erfahrungsgemäß rasch Headhunter auf den Plan, die versuchen, Mitarbeiter teils für kleines Geld aus dem Unternehmen herauszukaufen, erklärte dazu der Sprecher von Geiwitz. Ein Verlust von Leistungsträgern in größerer Zahl könnte aber für den weiteren Betrieb problematisch werden. Bei der Gewerkschaft Verdi war für eine Stellungnahme bis zum frühen Abend niemand erreichbar.

Die katholische Verlagsgruppe Weltbild hatte am 10. Januar Insolvenzantrag gestellt. Beim Weltbild-Verlag in Augsburg, der unter anderem einen Onlinehandel betreibt, bangen seither rund 2200 Mitarbeiter um ihre Jobs. Der Buchhändler Hugendubel betreibt außerdem gemeinsam mit der insolventen Weltbild-Mutter unter dem Dach der Finanzholding DBH mehr als 300 Filialen mit zusammen etwa 3100 Beschäftigten. Die DBH selbst ist bislang nicht zahlungsunfähig.

Die deutschen Diözesanbischöfe hatten sich Ende Januar darauf verständigt, die kirchliche Verlagsgruppe nach dem Insolvenzantrag mit bis zu 65 Millionen Euro zu unterstützen. Die Diözesen München und Augsburg haben ihren Beitrag bereits konkretisiert: München will 20 Millionen Euro an die Weltbild-Tochter DBH überweisen, Augsburg hatte Weltbild einen Kredit von 15 Millionen Euro zugesagt.

dpa

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