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Unterhosen mit dem Bench-Schriftzug (Symbolbild).

Online-Auktion mit Haken

Iphone für 80 Euro? Modelabel Bench macht zu - und verschleudert in München auch Apple-Produkte

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Das Modelabel Bench macht zu - in einer Online-Auktion gibt es nicht nur die ikonischen Pullis, sondern auch viele Apple-Produkte zu Schleuderpreisen zu erstehen.

München - Haben Sie einen Bench-Pulli zu Hause? Dann halten Sie ihn besser in gutem Zustand, denn die Produkte des Modelabels könnten in Zukunft Sammlerstücke sein. Die englische Modefirma ging vor einigen Wochen insolvent. Nun werden Restbestände und Büroartikel der Münchner Filiale im Internet versteigert - und darunter befinden sich einige Produkte, die auch für nicht-modeinteressierte Menschen interessant sein könnten. Namentlich Apple-Produkte. Wie wäre zum Beispiel ein iPhone 6 für 80 Euro?

Auktion endet Ende August

Zur Auktion, die am 29. August endet, stehen unter anderem zahlreiche iPhones, iMacs und MacBooks, aber auch andere Büromöbel, von Stehlampen über Schreibtischinseln bis hin zu Ventilatoren und Laserdruckern. Auch ein Tresor, eine Firewall und jede Menge Bench-Kleidung stehen im Online-Schaufenster des Aktionshauses Hämmerle.

Das Auktionshaus schreibt, dass Erlöse aus den Versteigerungen Verbindlichkeiten des Unternehmens ablösen sollen. Da solche Auktionshäuser nicht so bekannt sind wie Ebay, könnten sich hier Gelegenheiten für Schnäppchenjäger ergeben.

Was müssen Käufer beachten?

Aber Achtung: Die Ware ist gebraucht und im Regelfall ungeprüft. Falls ein Defekt auftritt, haben die Käufer keine Garantie auf Rückgabe oder Gewährleistung. Zudem muss beachtet werden, welche Gebühren das Auktionshaus erhebt: Bei Hämmerle beträgt diese „Bearbeitungsgebühr“ stattliche 18 Prozent des Kaufpreises. Außerdem sind die Preise ohne Mehrwertsteuer angegeben - schlagen Sie also noch einmal 19 Prozent auf den Preis.

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Was passierte mit dem Modelabel Bench?

Was war mit Bench passiert? Die deutschen Töchter der insolventen englischen Modefirma stellten den Geschäftsbetrieb ein. Der Käufer der Markenrechte, die US-Investmentfirma Gordon Brothers, habe kein Interesse an der Fortführung des Filialnetzes, und die Warenbestände in den Stores seien nur noch klein, sagte Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann Ende Juli.

Die 14 Läden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden würden in den nächsten Tagen und Wochen geschlossen, hieß es Ende Juli. Die rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten die Kündigung. Bench war in Deutschland für seine Kapuzen- und Fleece-Pullis bekannt. Schrumpfende Nachfrage, harter Wettbewerb und die Abwertung des britischen Pfundes hatten die Firma in Manchester pleite gehen lassen.

cg mit dpa

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