Iran-Krise größtes Wirtschaftsrisiko

- Hamburg - Führende Wirtschaftsexperten haben vor den Folgen der Iran-Krise für den deutschen Aufschwung und die Benzin-Preise gewarnt. Claudia Kemfert, Energie-Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sagte der "Bild am Sonntag": "Die steigende Tendenz bei Öl- und Benzinpreisen wird sich in den nächsten Wochen fortsetzen.

Spitzt sich die Iran-Krise weiter zu, könnte der Ölpreis bereits in den nächsten 14 Tagen auf 80 Dollar je Barrel klettern. In der Folge würde auch Benzin deutlich teurer. Wir rechnen für diesen Fall mit neuen Höchstständen an den Tankstellen von mehr als 1,50 Euro je Liter Super." Auch für die Konjunktur befürchtet Kemfert negative Folgen: "Bleiben Öl- und Benzinpreise über einen längeren Zeitraum so hoch, mindert dies nach unseren Berechnungen das Wachstum in Deutschland um bis zu 0,2 Prozentpunkte."

Michael Heise, Chefvolkswirt von Allianz und Dresdner Bank, schätzt die Entwicklung ähnlich ein. Er warnte: "Die Iran-Krise ist derzeit das größte Risiko für die Weltwirtschaft."

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