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So sieht der Weihnachtsbecher von Starbucks 2016 aus.

Bei der Farbe grün sieht Twitter-Gemeinde rot

Islamische Propaganda? Starbucks-Becher sorgt für Shitstorm

London/München - Erneut steht der Weihnachtsbecher von Starbucks zur Debatte. Diesmal soll er Großbritannien einen - und bewirkt offensichtlich das Gegenteil.

Grün gilt als Signalfarbe. Sie wird benutzt, um Vorgänge zu kennzeichnen, die funktionieren oder erlaubt sind. Es ist die Farbe des Islam, weil sich Prophet Mohammed bevorzugt grün gekleidet haben soll. Es ist aber auch die Farbe der Christen, denn es ist die Farbe der Auferstehung, die Osterfarbe - aber vor allem steht grün für Hoffnung.

Beim neuen Weihnachtsbecher von Starbucks sehen jedoch viele rot - weil er grün ist. Am Dienstag hatte Starbucks bekannt gegeben, der Becher sei "ein Symbol der Einheit“. Doch unverzüglich nach Bekanntgabe des Designs hagelte es in den sozialen Medien Kritik. Allen voran vom früheren Anführer der britischen rechtspopulistischen Ukip-Partei, Raheem Kassam. "Letztes Jahr scherzte ich noch, dass der Starbucks-Becher nächstes Jahr sicher grün sein wird (die Farbe des Islams). Zumindest dachte ich, ich würde scherzen.“

Natürlich wollte Kassam danach entschärfen, sagte der HuffingtonPost UK, sein Tweet sollte eigentlich nur ein Witz sein. Doch da hatten andere User seine Theorie schon weitergesponnen. 

Bizarr: Einige verglichen das Design mit dem der Flagge der Arabischen Liga. Andere erkannten dabei nicht einmal mehr einen Unterschied.

Starbucks-CEO Howard Schultz wehrt sich und erklärt: "Der grüne Becher und das Design zeigen die Verbindung, die Starbucks mit seinen Partnern und Kunden aufweist. Großbritannien ist gespalten, und wir wollen ein Symbol für unsere gemeinsamen Werte haben – und eine Erinnerung, dass wir einander gut behandeln sollten.“

Es ist im Übrigen nicht der erste Weihnachtsbecher des Unternehmens, der für derlei Schlagzeilen sorgt. Im Vorjahr kritisierten fundamentale Christen in den USA, Starbucks hätte "Krieg gegen Weihnachten“ geführt, weil der Becher einfach nur rot war. Das war den Evangelisten zu wenig.

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