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Rente im Ausland: Tölzer Ehepaar berichtet vom Leben im Paradies

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Von: Wolfgang DePonte

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Den Lebensabend in warmen Gefilden unter der Sonne verbringen - davon träumen einige Rentner. Die Küblers haben sich den Traum erfüllt und berichten von ihrem neuen Leben in Italien.

München/Po-Ebene - Ein Leben im warmen Süden - diesen Traum haben sich Petra (65) und Bernd Kübler (68) in der Rente erfüllt. 2018 zog das Ehepaar aus Bad Tölz in die Po-Ebene. Kein Neuland für die Physiotherapeutin und den Karosseriebauer, das Paar kennt die Gegend, 2007 kauften sie dort ein Haus. Aber an diesem schönen Fleckchen Erde – weitab von den Urlaubsregionen–nicht nur Tage und Wochen zu verbringen, sondern ins richtige Leben einzutauchen, war dann doch etwas anderes.

Rente im Ausland: Diese Hürden mussten die Küblers bewältigen

Vorweg: die Küblers haben den Schritt nicht bereut. Sie lieben die Wärme („schon im März kann man Sommersachen tragen“), die Landschaft und die italienische Art zu leben. Aber zum Start galt es dann doch einige bürokratische Hürden zu überwinden. „Das Erste, was man braucht, ist eine italienische Krankenversicherungskarte“, so Petra Kübler. Und deren Beantragung ist nicht ganz einfach, vor allem, wenn man die Sprache noch nicht so gut spricht. Aber Dank der Hilfe einer italienischen Bekannten klappte schließlich auch das.

Eine Überraschung war für das Paar auch, dass in Italien ihre Rente versteuert werden muss. In Deutschland lagen sie unter dem Freibetrag, in Italien werden zehn Prozent ihrer Bruttorente besteuert. Bernd Kübler: „Wenn ich das richtig verstanden habe, ist dies aber von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.“

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Rente im Ausland: Keine Steuer für Haus und Grundstück

Immerhin entfällt für die Küblers jetzt die Steuer für das Haus und das Grundstück. Die fiel an, solange sie in der neuen Heimat nur einen Zweitwohnsitz angemeldet hatten. Und wie sieht es mit den Lebenshaltungskosten aus? „Die liegen etwas unter denen in Deutschland“, meint Petra Kübler. Auch, weil das frische Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten kommen.

Und die medizinische Versorgung? „Ist gut“, sagt Petra Kübler. Nach dem Sturz von einer Leiter wurde sie mit Rückenverletzungen im nahen Krankenhaus behandelt. „Das war top und absolut kostenlos!“ 

Fazit der Küblers: „Wir fühlen uns hier wirklich zu Hause.“ Und die Verwandtschaft? „Kommt öfter zu Besuch als vorher“, lacht Petra Kübler. „Wir haben zwei Gästezimmer–und die sind meistens belegt.“ Viele Deutsche verbringen ihren Ruhestand in der Sonne. Die Deutsche Rentenversicherung überweist rund 250 000 Deutschen ihre Altersbezüge ins Ausland. (WDP)

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