IW-Prognose: Wachstum so stark wie im Vorjahr

Berlin - Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Konjunkturprognose für 2011 deutlich nach oben korrigiert: Es erwartet nun für dieses Jahr 3,5 Prozent Wachstum in Deutschland.

Diesen Wert nannte IW-Direktor Michael Hüther bei Vorstellung der Frühjahresprognose am Montag in Berlin. Das wäre annähernd so viel wie im Boomjahr 2010, als das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent stieg. Noch im November hatte das arbeitgebernahe Institut lediglich mit 2,25 Prozent für 2011 gerechnet. Für das kommende Jahr erwartet das IW nun ein Plus von 2,25 Prozent. “Die Exporte laufen so gut wie nie zuvor und auch die Investitionen kommen aufgrund ausgelasteter Kapazitäten in Fahrt“, stellte Hüther fest.

Auch 2340 befragte Unternehmen in Deutschland schätzen die Lage positiv ein. Danach gehen 61 Prozent der Firmen für dieses Jahr von einer höheren Produktion aus als 2010 und lediglich 9 Prozent stellen sich auf einen Rückgang ein. Bei einer Auslastung der Industriebetriebe zu 86 Prozent im ersten Quartal verstärkten die Unternehmen ihre Investitionen. Laut Umfrage wollen 46 Prozent in diesem Jahr mehr für Maschinen und Anlagen ausgeben als im Vorjahr. Ebenfalls 46 Prozent planen, neue Mitarbeiter einzustellen; der gleiche Anteil von Firmen wolle den Personalstand stabil halten, 8 Prozent wollten Stellen streichen. Vor diesem Hintergrund dürfte die Arbeitslosenquote nach Einschätzung der IW-Experten von 7,7 Prozent 2010 auf 6,5 Prozent 2011 und dann 6,0 Prozent 2012 sinken.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Dax bleibt lethargisch
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax präsentiert sich schwerfällig. Die Flut von Unternehmenszahlen in den kommenden Tagen sowie die am Donnerstag anstehende Sitzung der …
Der Dax bleibt lethargisch
Große Pläne: Netflix will sich hunderte Millionen am Kapitalmarkt holen
Serien und Filme sind nicht billig in der Herstellung. Der Streamingdienst Netflix will sich nun frisches Geld holen. Und das nicht zu knapp.
Große Pläne: Netflix will sich hunderte Millionen am Kapitalmarkt holen
BASF erzielt dank Basischemikalien erneut Gewinnsprung
Für den Chemieriesen läuft es dank eines starken Geschäfts mit Chemikalien für viele Alltagsprodukte rund. In den anderen Sparten gibt es hingegen Rückschläge.
BASF erzielt dank Basischemikalien erneut Gewinnsprung
EU-Länder einigen sich auf neue Regeln gegen Sozialdumping
Frankreichs Präsident Macron jubelt: Er hat sich besonders für eine Reform der Entsenderichtlinie eingesetzt - jetzt ist sie auf den Weg gebracht.
EU-Länder einigen sich auf neue Regeln gegen Sozialdumping

Kommentare