IWF: Kräftiger Wachstum in Deutschland und der Welt

Washington - Die Welt und vor allem Deutschland lassen die schwerste Rezession seit Jahrzehnten deutlich schnell hinter sich als erwartet. Das berichtet der Internationale Währungsfonds (IWF).

Für dieses Jahr korrigierte der Internationale Währungsfonds IWF seine Wachstumsprognose für Deutschland kräftig um 1,2 Punkte auf 1,5 Prozent nach oben. Dank massiver staatlicher Hilfen soll die Weltwirtschaft derweil um 3,9 Prozent zulegen, 0,8 Punkte mehr als zunächst vorausberechnet. Das geht aus dem aktualisierten Weltwirtschaftsausblick des Weltwährungsfonds hervor, der am Dienstag in Washington vorgelegt wurde.

Die Wirtschaftskrise in Bildern

Die Wirtschaftskrise in Bildern

Trotz der besseren Aussichten gebe es allerdings nach wie vor nur wenige Hinweise, dass sich zumindest in den Industriestaaten eine selbsttragende Nachfrage einstelle, heißt es weiter. Die Erholung in den reichen Ländern werde nach historischen Maßstäben auch deshalb allenfalls schwach ausfallen. Größte Stolpersteine für den Aufschwung seien hohe Arbeitslosigkeit, ein nach wie vor angeschlagener Finanzsektor und in manchen Ländern die hohe Staatsverschuldung.

Für 2011 rechnet der IWF unterdessen mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft um 1,9 Prozent. Global erwartet der Fonds ein Plus von 4,3 Prozent. Die weltweite Erholung werde von einigen Schwellenländern in Asien angeführt, vor allem China und Indien. Für China prognostiziert der Fonds in diesem und im nächsten Jahr ein Plus von um die zehn Prozent, für Indien jeweils knapp acht Prozent.

ifo-Index: Deutsche Wirtschaft zuversichtlich

Der Index, der als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft gilt, legte nun bereits zum zehnten Mal in Folge zu und liegt damit auf dem Niveau vor der Lehman-Pleite im Herbst 2008. In den Boomjahren 2006 und 2007 bewegte er sich allerdings durchgehend bei weit über 100 Punkten.

Rubriklistenbild: © dpa

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