1860 trauert um „Atom-Otto“

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Kritik: EU ohne Antwort auf Schuldenkrise

Dublin - Der Internationale Währungsfonds stellt Europa ein schlechtes Zeugnis aus, was den Umgang mit der Schuldenkrise betrifft. Der IWF-Unterhändler fordert ein Ende der Verhandlungen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wirft den Eurostaaten ein “unzureichendes“ Krisenmanagement vor. “Was wir brauchen, und was bislang fehlt, ist eine europäische Antwort auf ein europäisches Problem“, sagte IWF-Unterhändler Ajai Chopra am Donnerstag in Dublin.

Die Hängepartie um das nächste Rettungspaket für Griechenland ziehe auch andere Staaten in Mitleidenschaft. So sei die jüngste Herabstufung Irlands eher auf Entwicklungen außerhalb des Landes als auf die Umsetzung des eigenen Konsolidierungsprogramms zurückzuführen, sagte Chopra.

Die Schuldensünder der Euro-Länder im Ranking

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Irland hängt seit dem Herbst am Euro-Tropf. Die Auflagen für die Notkredite von knapp 70 Milliarden Euro würden erfüllt, bescheinigten Experten von IWF, EZB und EU-Kommission dem Land am Donnerstag. Dessen ungeachtet war die Kreditwürdigkeit Dublins herabgestuft worden.

Besonders nervös reagieren die Märkte derzeit auf die stockenden Verhandlungen um eine Privatsektorbeteiligung an einem zweiten Rettungspaket für Griechenland. Chopra rief die Eurozone auf, “in den Verhandlungen zum Ende zu kommen“.

dapd

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