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Ihre Behörde, der Weltwährungsfond, schätzt den Ausblick für die Eurozone als eher schwach ein. Hier die IWF-Chefin, Christine Lagarde, in Berlin. Foto: Rainer Jensen

IWF stellt Eurozone kein gutes Zeugnis aus

Washington (dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die nähere wirtschaftliche Zukunft der Eurozone eher düster. "Der mittelfristige Ausblick ist immer noch schwach", heißt es in einem Bericht des Weltwährungsfonds zur wirtschaftlichen Situation der Eurozone, aus Washington.

Das Gebiet der Einheitswährung leide unter hoher Verschuldung sowohl der öffentlichen wie auch der privaten Haushalte, stellenweise hoher Arbeitslosigkeit, teils niedriger Produktivität und noch immer vieler fauler Kredite in einigen Banken.

Kurzfristige Erholungstendenzen dürften darüber nicht hinwegtäuschen und zur Nachlässigkeit führen. Die Eurozone sei weiterhin dem Risiko der Stagnation ausgesetzt. Vor diesem schwierigen Hintergrund seien politische Risiko enorm gestiegen. Die Flüchtlingssituation sei weiter ungelöst und in Großbritannien drohe ein EU-Ausstieg. "Ein Ausstiegsvotum oder selbst ein knappes Ergebnis für den Verbleib könnte euroskeptische Tendenzen und Unsicherheiten deutlich verstärken.

"Die Mitgliedsstaaten müssen die Regeln einhalten, damit die Fiskalunion funktioniert", heißt es in dem Bericht weiter. Strukturreformen seien besonders in hoch verschuldeten Ländern dringend notwendig, sonst drohe ein Wachstumsabfall und die Herausforderung, einen nachhaltigen Weg einzuschlagen, werde immer größer. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die zuletzt noch einmal die Geldschleusen geöffnet hatte, bezeichnete der IWF als hilfreich.

Mitteilung IWF (Englisch)

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