"Ernste Wirtschaftskrise" stoppen

IWF will Jamaika mit Millionenkredit helfen

Kingston - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will Jamaica mit einem Kreditpaket helfen. Das hochverschuldete Land habe alle Auflagen erfüllt, um umgerechnet rund 733 Millionen Euro zu erhalten.

Die jamaikanische Regierung und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich grundsätzlich auf ein neues Kreditpaket für den hoch verschuldeten Karibikstaat verständigt. Vorbehaltlich der noch vor Ende des Monats erwarteten Zustimmung des IWF-Direktoriums kann Jamaika in den nächsten vier Jahren mit einem Kreditrahmen von bis zu 958 Millionen Dollar, umgerechnet 733 Millionen Euro, rechnen, hieß es am Montag veröffentlichten Erklärung des IWF.

Jamaika habe alle zuvor verlangten Auflagen erfüllt. „In Anerkennung der Opfer des jamaikanischen Volkes zielt die Strategie auch darauf, die Auswirkungen auf die ärmsten und am meisten gefährdeten Menschen zu minimieren“, erklärte der IWF weiter.

Jamaika: Müssen "ernste wirtschaftliche Krise" zu stoppen

Die Schuldenlast Jamaikas übersteigt 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Gut 55 Prozent seines Haushalts muss der Staat für den Schuldendienst aufbringen. 20 Prozent gehen an den Öffentlichen Dienst, bleiben etwas mehr als 20 Prozent für Bildung, Gesundheit, Sicherheit und andere Staatsaufgaben. Ministerpräsidentin Portia Simpson Miller hat erklärt, Jamaika benötige einen neuen Pakt mit dem IWF, um eine „ernste wirtschaftliche Krise“ zu stoppen.

Kurz nach der Erklärung des IWF kündigten Weltbank und die Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (IDB) an, sie hätten jeweils 510 Millionen Dollar Hilfen an Jamaika für die nächsten vier Jahre vorgemerkt.

AP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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