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Zeigt sich besorgt über den jähen Verfall des Euro: Jean-Claude Juncker.

Jäher Kursverfall des Euro sorgt Finanz-Experten

Luxemburg - Der jähe Kursverfall des Euro sorgt im gemeinsamen Währungsgebiet für Unruhe. Jetzt soll alles unternommen werden, um das Vertrauen in die europäische Währung wieder zu stärken.

“Ich bin nicht besorgt über den aktuellen Wechselkurs“, sagte der Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Jean-Claude Juncker. “Ich bin aber besorgt über die Plötzlichkeit, mit der der Euro fällt“, sagte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister am Montag in Luxemburg zum Auftakt eines Treffens mit seinen Amtskollegen. Am Montag rutschte der Euro unter die Marke von 1,19 US-Dollar und damit auf ein neues Vier-Jahres-Tief.

Ähnlich wie Juncker äußerte EU-Währungskommissar Olli Rehn. “Die große Herausforderung ist es nun, das Vertrauen in Europa wieder zu stärken“, sagte der Finne. Rehn sagte, die Ressortchefs wollten sich auf Einzelheiten des gigantischen Rettungsschirm zur Absicherung von kriselnden Euro- Staaten einigen. “Ich bin zuversichtlich, dass es eine Vereinbarung geben wird.“

Der Rettungsschirm hat einen Umfang von bis zu 750 Milliarden Euro und war von der EU Anfang Mai vereinbart worden. 500 Milliarden Euro entfallen auf die Europäer, die restlichen 250 Milliarden Euro auf den Internationalen Währungsfonds (IWF).

Zum neuen 80-Milliarden-Euro-Sparpaket der deutschen Bundesregierung sagte Juncker: “Ich bin sehr dafür, dass es auch in Deutschland einen Ruck in Richtung der Konsolidierung der öffentlichen Finanzen gibt.“ Deutschland sei aber nicht das größte Problem in der Eurozone.

dpa

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