Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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"Ab dem Jahr 2005 sieht es top aus für Chrysler und Mercedes"

- 5 100 000 000 Euro hat Daimler-Chrysler im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftet. An der Börse kamen die Anleger trotzdem nicht in Stimmung. Mitsubishi und Toll Collect heißen die prominenten Miesmacher im Konzern. Und den Investoren missfiel der zurückhaltende Ausblick, erklärt Pia Hellbach von der Fondsgesellschaft Union Investment, die rund 17,2 Millionen Aktien des Unternehmens verwaltet.

<P>Die Börsen waren nicht zufrieden mit Daimler-Chrysler. Der Kurs sank zwischenzeitlich um 1,5 Prozent. Hatten Sie sich auch mehr erhofft?<BR>Pia Hellbach: Ich bin mit den Zahlen zufrieden. Die US-Sparte Chrysler hat sich insbesondere im vierten Quartal sehr gut entwickelt. Auch die Nutzfahrzeuge zeigen sich hervorragend. Hier hat sich die Marge auf 4,7 Prozent verbessert. Was die Märkte verschnupft hat, war wohl der Ausblick. Man hat sich beim operativen Gewinn für heuer mehr erwartet. Aber das kann auch damit zusammenhängen, dass Daimler-Chrysler eher vorsichtig ist und eine Serie von Gewinnwarnungen vermeiden will, wie es sie im vergangenen Jahr gab.<BR><BR>Immerhin soll es 2005 und 2006 aufwärts gehen. In den nächsten drei Jahren sollen 50 neue Modelle auf den Markt kommen. Wird die Produktoffensive das deutliche Gewinnwachstum bringen, das der Konzern verspricht?<BR>Hellbach: Die Hoffnung ist berechtigt. Ab 2005 sieht es top aus für Chrysler und Mercedes-Benz.<BR><BR>Weniger schön ist der Blick nach Japan. Die Beteiligung Mitsubishi hat für heuer einen doppelt so hohen Verlust angekündigt wie im Vorjahr.<BR>Hellbach: Mitsubishi rechnet mit einem Verlust von rund 530 Millionen Euro. Umgerechnet auf die 37-Prozent-Beteiligung von Daimler-Chrysler an dem Unternehmen ergibt sich ein negativer Einfluss von 200 bis 250 Millionen Euro. Das wird dem Konzern sicher nicht das Genick brechen.<BR><BR>Dazu kommen auch noch Einbußen wegen des Maut-Debakels mit Toll Collect, an dem Daimler-Chrysler beteiligt ist.<BR>Hellbach: Das summiert sich natürlich schon. Daimler-Chrysler rechnet hier mit einem negativen Einfluss von 250 Millionen Euro. Der Imageverlust ist aber das größere Problem. Es ist ein bisschen peinlich, dass es solche Weltkonzerne wie Daimler und die Deutsche Telekom nicht geschafft haben, ein funktionierendes Mautsystem aufzubauen.<BR><BR>Aktionärsschützer haben angekündigt, den Vorstand um Jürgen Schrempp auf der Hauptversammlung nicht zu entlasten, weil er die Verantwortung für das Maut-Chaos trage. Haben Sie schon über Ihr Abstimmungsverhalten entschieden?<BR>Hellbach: Wir haben uns noch nicht entschieden, werden unser Abstimmungsverhalten aber zeitnah veröffentlichen und begründen.<BR><BR>Das Gespräch führte Dominik Müller.<BR></P>

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