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Er fliegt zwar schon, allerdings nur für Tests: Der japanische MRJ.

Japanischer Mittelstreckelflieger

Mitsubishi verschiebt Start von neuem Flugzeug erneut

Tokio - Es soll Japans erstes eigenes Flugzeug seit mehreren Jahrzehnten werden. Doch der MRJ entwickelt sich immer mehr zum Krisenflieger.

Der japanische Konzern Mitsubishi Heavy Industries verschiebt die Auslieferung seines neuen Kurz- und Mittelstreckenfliegers MRJ zum fünften Mal. Statt Mitte 2018 könnten die ersten Flieger erst Mitte 2020 übergeben werden, teilte Mitsubishi am Montag mit. Damit verlängert sich die Gesamtverspätung gegenüber der ursprünglichen Planung auf sieben Jahre. 

Grund für die neueste Verzögerung sei, dass das Design überholt werden müsse, insbesondere die Elektrik, erklärte der Konzern. Es gehe darum, sich "an die jüngsten Sicherheitsvorgaben" anzupassen, sagte Firmenchef Shunichi Miyanaga auf einer Pressekonferenz. Die Entwicklungskosten für den Flieger würden daher um 30 bis 40 Prozent steigen. 

„Risiken einbeziehen, die in normalen Zeiten undenkbar wären“

Die Sicherheitsvorgaben seien wegen Terrorgefahr verschärft worden, erläuterte Mitsubishi-Manager Nobuo Kishi. "Wir müssen nun Risiken einbeziehen, die in normalen Zeiten undenkbar wären, etwa eine Flutung der elektrischen Kreisläufe oder eine Bombenexplosion, die die Systeme zerstört." 

Der MRJ mit etwa 80 Sitzplätzen und einer Länge von rund 35 Metern soll das erste in Japan entwickelte Zivilflugzeug seit 1962 werden. Im November 2015 absolvierte der Flieger seinen ersten Testflug. 

Das von der Regierung unterstützte Programm war im Jahr 2008 gestartet worden und sollte ursprünglich 150 bis 180 Milliarden Yen (1,2 bis 1,5 Milliarden Euro) kosten. Bereit im vergangenen Jahr berichtete die japanische Presse aber, die Kosten könnten sich am Ende wegen der diversen Verspätungen verdreifachen.

afp

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