Japankrise: Deutsche Firmen erwägen Kurzarbeit

München - Die Japankrise erreicht die Unternehmen in Deutschland. Einige Firmen, die auf japanische Zulieferer angewiesen sind, erwägen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit Kurzarbeit.

“Uns liegen erste Anfragen aus dem Automobilbereich vor“, sagte eine Sprecherin der Behörde der “Süddeutschen Zeitung“. Sie rechnet damit, dass in den nächsten Wochen auch die ersten Anträge auf Kurzarbeitergeld wegen der Japankrise eingehen werden.

Noch könnten Betriebe, die auf Lieferungen aus Japan angewiesen sind, Engpässe ausgleichen, sagte sie. “Wir spüren aber schon jetzt einen gestiegenen Beratungsbedarf bei den Unternehmen. Die wissen ja, dass in ihren Lagern früher oder später die Teile aus Japan fehlen.“

Laut Bundesagentur ist die Auszahlung von Kurzarbeitergeld wegen der Japankrise möglich, sofern das Unternehmen nachweisen kann, dass “Lieferengpässe nicht durch andere Lieferanten oder aus Lagerbeständen kompensiert werden können“.

Bei der Kurzarbeit kommt die Bundesagentur für einen Teil der Verdienstausfälle auf, die verkürzte Arbeitszeiten verursachen.

dapd

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