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Jeder fünfte Steuerbescheid ist falsch: So wehren Sie sich

- In diesen Tagen trudeln wieder Tausende Steuerbescheide vom Finanzamt bei den Bürgern ein. Was viele nicht wissen: Jeder fünfte Steuerbescheid ist fehlerhaft. Es empfiehlt sich daher, den Bescheid genau zu prüfen. Stimmen alle Angaben und Beträge mit denen auf Ihrer Steuererklärung überein? Sind alle Freibeträge eingeräumt worden? Entdecken Sie einen Fehler, legen Sie Widerspruch ein! Immerhin hat jeder zweite Einspruch Erfolg.

<P>Ungereimtheiten<BR>Stoßen Sie auf Ungereimtheiten im Steuerbescheid, haben Sie folgende Möglichkeiten: Telefonieren Sie zuerst mit Ihrem Sachbearbeiter. Eventuell lassen sich offene Fragen ohne viel Schriftverkehr schnell klären.</P><P>Größere Fehler<BR>Entdecken Sie einen größeren Fehler des Steuerbeamten, dann legen Sie schriftlich Einspruch unter Angabe der Steuernummer, Datum des Bescheids und der Einspruchserklärung binnen vier Wochen (Frist!) nach Erhalt des Steuerbescheids ein. Eine genaue Begründung kann später nachgereicht werden. Fehlt die Rechtsbelehrung über den Einspruch, gilt eine Frist von einem Jahr. Der Einspruch ist kostenlos.<BR>Frist verpasst? Wenn Sie nachweisen, dass Sie unverschuldet, zum Beispiel durch eine schwere Krankheit, die Frist versäumt haben, beantragen Sie "Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand" (§110 AO). Antrag und Einspruch müssen dann einen Monat nach "Wegfall des Hinderungsgrundes" beim Fiskus vorliegen.</P><P>Flüchtigkeitsfehler<BR>Bei reinen Flüchtigkeitsfehlern, so genannten offenbaren Unrichtigkeiten, können Sie noch innerhalb von vier Jahren eine Berichtigung Ihres Bescheids beantragen (§129 AO). Werden erst nachträglich Tatsachen oder Beweismittel bekannt und Sie sind dabei schuldlos, ist noch innerhalb von vier Jahren ein Antrag auf eine Änderung möglich (§173 AO). Lehnt der Fiskus Ihren Einspruch ab, müssen Sie binnen vier Wochen nach Ablehnung vor dem Finanzgericht Klage einreichen. Holen Sie sich hierfür Hilfe von einem Profi.<BR>Tipp: Informieren Sie sich über Verfahren, die beim Bundesfinanzhof anhängig sind! Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.stollfuss.de/aktuell/anh_verf.htm. Gibt es dort einen strittigen Fall, der dem Ihren gleicht, müssen Sie nicht selbst vor Gericht ziehen. Einspruch einlegen, das Aktenzeichen angeben und Aussetzung der Vollziehung beantragen! Beachten: Bei einem Einspruch wird das gesamte Verfahren neu aufgerollt. Hier drohen Nachteile, wenn die Finanzbeamten zuerst großzügig gewährte Posten wieder streichen. Dies müssen die Sachbearbeiter aber ankündigen. Sie können dann abwägen und den Einspruch wieder zurückziehen.</P><P>Berechnungsfehler<BR>Die Alternative: Bei kleineren Berechnungsfehlern vermeiden Sie das Wort Einspruch und stellen statt dessen einen "Antrag auf Änderung" (§172 (1) AO). Dann darf der Finanzbeamte nur die von Ihnen bemängelten Positionen prüfen. Tipp: Der Einspruch als erstes Rechtsmittel hat selbst keine aufschiebende Wirkung in Bezug auf eine eventuell nachzuzahlende Steuer. Stellen Sie in so einem Fall zugleich mit dem Einspruch auch einen "Antrag auf Aussetzung der Vollziehung" des angefochtenen Bescheides (§361 AO). Der Fiskus prüft dann, ob er bis zur Entscheidung auf die Steuererhebung verzichtet. So kommen Sie um Nachzahlungen herum, die vielleicht zu Unrecht nachgefordert werden. Sollte sich im Einspruchsverfahren herausstellen, dass die Steuerfestsetzung rechtmäßig ist, wird der ausgesetzte Betrag aber mit 0,5 Prozent pro Monat verzinst.</P>

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