Jeder siebte deutsche Jugendliche ist arbeitslos

- Wiesbaden - Die Zahl bleibt erschreckend: Jeder siebte deutsche Jugendliche ist arbeitslos. Laut dem Statistischen Bundesamt betrug im zweiten Quartal 2006 die Erwerbslosenquote 15,2 %. Setzt man den gleichen internationalen Maßstab, der von den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit abweicht, an der Gesamtbevölkerung an, liegt für diese die Quote bei 8,1%.

Damit sind junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren fast doppelt so häufig von Erwerbslosigkeit betroffen wie der Bevölkerungsdurchschnitt. Im zweiten Quartal 2005 hatte die Jugenderwerbslosenquote noch bei 16,8 % und somit um 1,6 Prozentpunkte höher gelegen als im Jahr 2006.

Diese Entwicklung spiegelt die verstärkte arbeitsmarktpolitische Förderung Jugendlicher, aber auch den allgemeinen Trend einer konjunkturellen Erholung wider. Im Durchschnitt der 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union lag die Jugenderwerbslosenquote im zweiten Quartal 2006 bei 17,2 %. Am stärksten betroffen waren Polen (32,6 %) und die Slowakei (28,9 %), aber auch in Finnland suchte mehr als ein Viertel rung durch eine niedrige Erwerbslosigkeit auszeichnen.

Die hier vorgestellten Ergebnisse folgen dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), das gut für internationale Vergleiche von Arbeitsmarktdaten geeignet ist. Erwerbslos ist demnach, wer in der Woche vor der Erhebung weder gegen Bezahlung noch als Selbstständiger oder mithelfender Familienangehöriger gearbeitet hat, aber in den letzten vier Wochen vor der Befragung aktiv nach einer Tätigkeit gesucht hat und bereit und in der Lage ist, innerhalb von zwei Wochen eine Arbeit aufzunehmen.

Nach dieser Definition gelten auch Schüler und Studenten, die auf der Suche nach einer Erwerbsquelle sind und die genannten Kriterien erfüllen, als Erwerbslose. (26,0 %) der arbeitswilligen jungen Menschen vergeblich nach einer Tätigkeit. Deutlich besser waren die Aussichten in unseren Nachbarländern Niederlande (6,0 %), Dänemark (7,2 %) und Österreich (8,4 %) -allesamt Staaten, die sich auch in Bezug auf die Gesamtbevölke-

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