+
Es wird viel darüber geredet. aber kaum einer macht es: Jobsharing. Foto: Alexander Heinl

Schwer realisierbar

Jobsharing wird kaum praktiziert

Nürnberg (dpa) - Jobsharing ist zwar auf Personalkongressen ein beliebtes Thema - kommt in der Arbeitswelt aber so gut wie nicht vor.

"Das ist ein Nischenphänomen, empirisch kaum nachweisbar", sagte etwa Arbeitsmarktforscher Holger Bonin vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim der Deutschen Presse-Agentur.

Auch Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability der Hochschule Ludwigshafen, bilanzierte: "Viele reden drüber, aber keiner macht es. Wir haben eine Lücke zwischen Reden und Handeln."

"Viele scheitern an den Rahmenbedingungen", erläuterte Rump. Denn Jobsharing bedeutet, dass sich zwei Mitarbeiter eine Stelle in jeglicher Hinsicht teilen - von den Aufgaben, der Verantwortung, den Stundenzahlen bis zum Gehalt. Diese beiden müssen sich selbst organisieren und die Details untereinander aushandeln, der Arbeitgeber betrachtet sie als eine Einheit.

"So etwas ist überhaupt nur vorstellbar in Arbeitsfeldern, wo wir ein nicht klar definiertes Aufgabenfeld haben, wie bei Führungskräften oder Kreativkräften", erläuterte Bonin. Am Band einer Automobilfabrik oder an der Kasse eines Supermarktes teile man den Job lieber gleich in zwei Teilzeitstellen oder mehrere Minijobs.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Verhängen die USA im Handelsstreit mit der EU hohe Sonderzölle auf Autos? Diese Frage sorgt seit Monaten für Nervosität - vor allem Deutschland bangt wegen der großen …
EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. …
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Ein Google-Team entwickelt laut einem Medienbericht eine komplett neue Software, die auch als Ersatz für das dominierende Smartphone-System Android gedacht ist.
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Dax weitet Verluste aus
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag seine Verluste ausgeweitet. Zum Handelsschluss blieb der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,62 Prozent auf …
Dax weitet Verluste aus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.