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Juncker will vorerst keinen Finanzmarkt-Kommissar

Berlin - Der zukünftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich dagegen ausgesprochen, für einen finanzmarktbeauftragten Kommissar einen Posten zu schaffen.

Der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat derzeit keine Pläne, in der neuen EU-Kommission einen Posten für einen eigenen Kommissar für Finanzmärkte zu schaffen. Dies sei derzeit keine Option, die er verfolge, sagte eine Sprecherin Junckers am Samstagabend der Nachrichtenagentur dpa. Natürlich würden viele Möglichkeiten geprüft - wie immer, wenn eine neue Kommission gebildet werde. Aber es seien noch keine Entscheidungen getroffen. Diese gebe es im September.

Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf EU-Kreise berichtet, Juncker wolle ein eigenes Ressort für Finanzmärkte schaffen. Diese Neuverteilung der Aufgaben in der Kommission stoße bei der Bundesregierung in Berlin auf große Zustimmung, hieß es. Bisher war der Franzose Michel Barnier als Binnenmarktkommissar auch für die Finanzmärkte und deren umfassenden Reformen zuständig.

Junckers Amtszeit beginnt im November. Der 59-Jährige war zuvor unter anderem Vorsitzender der Eurogruppe. Juncker hatte Mitte Juli etwa angekündigt, mit einem Zehn-Punkte-Plan mehr Wachstum und Arbeitsplätze in der Europäischen Union zu schaffen. Der einstige luxemburgische Regierungschef versprach zudem Vorschläge zur Verbesserung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.

dpa

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