Junghans Uhren sucht Investor

Der insolvente traditionsreiche Schwarzwälder Uhrenhersteller Junghans sucht einen Investor. Ziel sei es, bis zum Jahresende einen Interessenten zu finden, sagte ein IG Metall- Sprecher am Dienstag.

Er fügte hinzu: "Das Unternehmen soll erhalten und fit für die Zukunft gemacht werden." Sollte sich kein Uhrenhersteller finden, werde auch der Einstieg eines Finanzinvestors nicht ausgeschlossen. Die Junghans Uhren GmbH mit Sitz in Schramberg (Kreis Rottweil) hatte wegen finanzieller Probleme ihrer Muttergesellschaft EganaGoldpfeil vor wenigen Tagen Insolvenz angemeldet.

Die rund 110 Mitarbeiter des Uhrenherstellers hätten derweil mit großer Kritik darauf reagiert, dass sie von der Geschäftsführung erst nach dem Gang zum Insolvenzverwalter über die finanzielle Schieflage informiert wurden. Trotz aller Verunsicherung würden die Geschäfte des 1861 gegründeten Unternehmens aber weiterlaufen, erklärte der Gewerkschaftssprecher.

Der Konsum- und Luxusgüterkonzern EganaGoldpfeil hat seinen Hauptsitz in Hongkong und die Europazentrale in Offenbach. Das Unternehmen hatte im August für den europäischen Teil seines Geschäfts ebenfalls Insolvenz angemeldet. Zu den Marken des börsennotierten Unternehmens mit weltweit 7000 und in Deutschland 2000 Mitarbeitern gehört unter anderem auch der Schuhhersteller Salamander.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bayer sagt Trump Milliardeninvestitionen in den USA zu
Leverkusen/New York - Bayer und Monsanto wollen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump mit Investitionen und US-Arbeitsplätzen von ihrer Fusion überzeugen.
Bayer sagt Trump Milliardeninvestitionen in den USA zu
Bis zu 90 Prozent: Deutsche Bank will Boni kürzen
Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank könnte Medienberichten zufolge schon bald drastische Einschnitte bei den Boni ihrer Mitarbeiter verkünden.
Bis zu 90 Prozent: Deutsche Bank will Boni kürzen
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
London - Theresa May kündigte am Dienstag den klaren Bruch mit der EU an. In unserer Zeitung erklärt der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest, wie teuer …
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
Großkonzerne wollen Plastik reduzieren
New York - Bis 2050 wird einer Studie zufolge mehr Plastikmüll in den Weltmeeren schwimmen als Fische - wenn nicht schnell gehandelt wird. Genau das tun jetzt 40 große …
Großkonzerne wollen Plastik reduzieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion