Verdacht nicht bestätigt 

Justiz schließt Akte Reitzle

München - Wegen des Verdachts auf Insidergeschäfte, hatte die Staatsanwaltschaft München gegen Wolfgang Reitzel ermittelt. Nun gaben die Ermitter bekannt: Die Akte wird geschlossen.

Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle kann aufatmen: Nach der Prüfung des Verdachts auf Insidergeschäfte hat die Münchner Staatsanwaltschaft jetzt einen Schlussstrich gezogen. Auch nach weiteren Prüfungen sehen die Ermittler keinen Anhaltspunkt für eine mögliche Straftat. „Es wird kein Ermittlungsverfahren geben“, sagte Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl am Freitag in München.

Reitzle war im Mai 2016 Aufsichtsratschef beim Industriegase-Konzern geworden und hatte im Juni für eine halbe Million Euro Linde-Aktien gekauft. Mitte August bestätigte der Konzern Fusionsverhandlungen mit dem US-Konkurrenten Praxair, was den Aktienkurs antrieb. Die Finanzaufsicht Bafin durchleuchtete die Vorgänge intensiv und übergab ihren Untersuchungsbericht der Staatsanwaltschaft. Die stellte weitere Nachforschungen an, legte den Vorgang jetzt aber endgültig ad acta.

Reitzle kann die geplante Fusion mit Praxair nun unbelastet von juristischen Problemen vorantreiben. Er soll Aufsichtsratschef des neuen Konzerns mit 28 Milliarden Euro Umsatz und 80 000 Mitarbeitern werden.

dpa

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