Käfer setzt auf Feinkost im Supermarkt

- München - Das Münchner Feinkosthaus Käfer will vermehrt Supermarkt-Kunden für sich gewinnen. Über Lizenzprodukte wie Tiefkühlpizza, Joghurt, Sekt oder Schokolade, die unter der Marke Käfer vertrieben werden, will das Unternehmen bundesweit wachsen, erklärte Geschäftsführer Michael Käfer. Mehr als 90 verschiedene Artikel mit dem Marienkäfer-Logo werden verkauft. Etwa 10 000 Geschäfte in Deutschland - in erster Linie Supermarktketten - führen das Sortiment.

Derzeit liege der Umsatz bei 50 Millionen Euro jährlich. Künftig wolle man "sehr stark wachsen", ließ Käfer verlauten, ohne genaue Zahlen zu nennen. Dafür erweiterte das Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten den Kreis der Lizenznehmer von acht auf 14.

"Bloß nicht billig" lautet die Formel, die den Lizenzprodukten zugrunde liegt. Discounter sind vom Vertrieb ausgeschlossen und die Käfer-Waren kosten bis zu 15 Prozent mehr als die vergleichbarer Anbieter. Dafür wolle man auch eine bessere Qualität bieten, warb Michael Käfer für die Produktlinie.

Mit seiner Premium-Strategie könnte Käfer trotz allgemein mäßiger Konsumlust der deutschen Verbraucher den Zeitgeist treffen. Einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zufolge steht der Lebensmittelhandel vor einer Trendwende. "Weg vom Preiskampf, hin zu mehr Qualitätsbewusstsein", schreiben die Autoren der Studie. Die Verbraucher seien durch Lebensmittelskandale verunsichert. Die Branche werde deshalb mehr in Qualitätssicherung investieren - bei steigenden Preisen. Und die Kunden würden verstärkt auf Marken setzen.

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