Kälteeinbruch heizt den letzten Winterschlussverkauf an

- München - Der voraussichtlich letzte klassische Winterschlussverkauf (WSV) ist für die bayerischen Geschäfte ordentlich gestartet. "Petrus hat sich als Freund des Einzelhandels erwiesen", sagte Bernd Ohlmann, Sprecher des Landesverband des Bayerischen Einzelhandels (LBE). Der Wintereinbruch pünktlich zum WSV-Start habe die Nachfrage nach warmer Kleidung deutlich angeheizt.

<P>In den vergangenen Wochen hatten sich die Kunden bei Winterware zurückgehalten, daher sind die Regale und Lager noch gut gefüllt. In diesem Jahr lockt der Winterschlussverkauf die Schnäppchenjäger wieder mit satten Rabatten: In Einzelfällen wurden Reduzierungen von bis zu 70 Prozent gesehen.<BR><BR>Schon der Samstag vor dem offiziellen Start des Schlussverkaufs sei in vielen Kaufhäusern und Geschäften gut gelaufen, sagte Ohlmann nach einer stichprobenartigen Umfrage bei den Mitgliedern des Verbands. "Das war sogar ein extrem starker Samstag", bilanziert zum Beispiel Reimund Baumheier, Kaufhof-Geschäftsführer am Münchner Marienplatz.<BR><BR>Am Montag zogen die Firmen nach den ersten Stunden Schlussverkauf jedoch eine eher gemischte Bilanz. "Es gibt keine Jubelschreie, aber die meisten sind doch weitestgehend zufrieden", erklärt Ohlmann. Allerdings hätten sich wegen der Schneebehinderungen möglicherweise viele Auswärtige noch nicht in die Innenstädte gewagt. "Morgens war der Andrang eher verhalten, über den Tag hin wurde er dann stärker", sagt Baumheier. </P><P>"Generell hat sich das Kaufverhalten zeitlich etwas entzerrt", beobachtet auch Kathrin Hauber, Sprecherin von Karstadt in der Münchner Innenstadt. "Die Leute kaufen vermehrt auch in den Abendstunden ein." Dennoch hatten es auch zu diesem WSV-Start morgens Schlangen von den Geschäften gegeben. Hauber: "Das hat Tradition." Besonders stark nachgefragt waren warme Winterbekleidung aber auch Sportkleidung sowie Ski-Accessoires aller Art.<BR><BR>Im Frühjahr tritt die Neuregelung des Gesetzes gegen Unlauteren Wettbewerb in Kraft. Danach sollen die Händler künftig selbst bestimmen, wann sie ihre Lager räumen. Viele wünschen sich jedoch auch zukünftig gemeinsame Aktionen (s. Kasten). Ursprünglich sollten die Ausverkaufsklauseln bereits zum 1. Januar gestrichen werden. Wegen einer Terminplan-Änderung wurde dies verschoben, daher gibt es nun noch einmal einen offiziellen Winterschlussverkauf.<BR></P>

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