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Schon wieder Krisenstimmung bei "Weltbild": Die Firma, die vor kurzem 67 Filialen der Kette übernommen hat, ist jetzt pleite.

Schock wenige Monate nach Übernahme

Käufer von 67 Weltbild-Filialen schon pleite

Ahaus/Augsburg - Rund ein halbes Jahr nach der Übernahme von 67 Filialen des Medienhändlers Weltbild ist der Käufer pleite.

Ein Sprecher des Landgerichts Münster bestätigte am Donnerstag Berichte, wonach am Vortag das Insolvenzverfahren für die Buchhandelskette Lesensart aus Ahaus eröffnet wurde.

Das Amtsgericht Münster hat der im Internet veröffentlichten Bekanntmachung zufolge den Betriebswirt Ulrich Zerrath aus Recklinghausen zum Insolvenzverwalter bestellt. Von Zerrath oder Lesensart waren zunächst keine weiteren Auskünfte zu erhalten.

Die Augsburger Weltbild-Zentrale hatte zum Jahresanfang bekanntgegeben, dass sich das Unternehmen von fast jeder zweiten Buchfiliale trennen will, weil diese Läden nicht die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung erfüllt hätten.

Zum 1. Februar übernahm dann der in der Branche weitgehend unbekannte Unternehmer Rüdiger Wenk mit seiner Gesellschaft die 67 Läden mit rund 400 Mitarbeitern. Seitdem wurden nach Gewerkschaftsangaben bereits mehrere Filialen geschlossen.

dpa

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